KETAAKETI Gesellschaft zur Unterstützung der Grund-Schul-Bildung ärmster Kinder und deren Eltern in Nepal und weltweit e.V.
KETAAKETIGesellschaft zur Unterstützung der Grund-Schul-Bildung ärmster Kinder und deren Eltern in Nepal und weltweit e.V.

Aktuelles von KETAAKETI - Archiv 2015

Aktuelle Berichterstattung der Presse über Winterkatastrophe in Nepal

 

Seit dem 24. Dezember 2015 berichten gleichzeitig zahlreiche deutschsprachige Medien über die Situation in Nepal - siehe auch

feed-reader Nepal

Wir danken der Presse für das Aufgreifen des Themas und hoffen, dass damit die Öffentlichkeit auf die dramatische Situation in Nepal aufmerksam gemacht werden kann. Es gibt viel zu tun, um die drohende Winterkatastrophe in Nepal abzuwenden.


Aktuelle Berichterstattung der Presse - siehe auch:

Der Farang, 02.01.2016

Kein Benzin in Nepal - Hunderttausende von Armut bedroht


Tagesschau, 25.12.2015

8 Monate nach dem Beben - Schleppender Wiederaufbau in Nepal


Focus Online, 24.12.2015

Erdbeben-Überlebende in Nepal sterben nach Wintereinbruch


DerStandard.at, 24.12.2015

Erdbeben-Überlebende nach Wintereinbruch in Nepal erfroren?


SpiegelOnline, 24.12.2015

Erdbeben-Überlebenden droht der Kältetod


n-tv, 24.12.2015

Erdbeben-Überlebende erfrieren


Zeit Online, 24.12.2015

Nepal Erdbebenopfer Kälteeinbruch


Kleine Zeitung, 24.12.2015

Erdbeben-Überlebende in Nepal erfroren

Presseerklärung von Gesellschaft für bedrohte Völker und KETAAKETI - Mitteilung an 600 Medien

 

Die folgende Presseerklärung wurde am 21. Dezember 2015 versendet (an 600 Medien):

Seit drei Monaten ist die Grenze zu Indien blockiert (21.12.)

Grenzblockade und Winter bedrohen Überleben von hunderttausenden Erdbeben-Opfern in Nepal

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und die Partnerschaftsorganisation Ketaaketi haben ein sofortiges Ende der seit drei Monaten andauernden Grenzblo­ckade zwischen Nepal und Indien gefordert, um die humanitäre Versorgung von 1,5 Millionen Menschen zu gewährleisten, die durch das Erdbeben im April 2015 ihre Häuser verloren haben.

„Nepal droht eine humanitäre Katastrophe, wenn die Grenze nicht schnell geöffnet und der Wiederaufbau nicht wirksam vorangetrieben wird“, erklärte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius in Göttingen. „Die humanitäre Lage hat sich dramatisch zugespitzt in den vergangenen Wochen, da es wegen der Grenzblockade an Medikamenten, Benzin und anderen Gütern mangelt“, ergänzte Anneli-Sofia Räcker von Ketaaketi in Bremen. Ihre Organisation unterhält seit zehn Jahren ein Partnerschaftsnetzwerk zur Unterstützung der Grundschulbildung ärms­ter Dalit-Kinder (ethnischer Minderheiten) in Nepal. Allein der Mangel an Medika­menten ist für mehr als drei Millionen Kinder in Nepal lebensbedrohlich, warnte kürzlich das UN-Kinderhilfswerk UNICEF.

Nachdrücklich forderten die GfbV und Ketaaketi eine schnelle Verhandlungslösung zwischen der nepalesischen Regierung und den Minderheiten der Madhesi und Tharus. Die Minderheiten blockieren die Grenze mit indischer Unterstützung seit dem 21.September 2015, um dagegen zu protestieren, dass die neue Verfassung Nepals ihre Belange nicht berücksichtigt. Seit Jahrzehnten beklagen die Madhesi, Tharus und Dalits Diskriminierungen. „Dass Nepal nun nach Jahren der Verhand­lungen eine neue Verfassung hat, ist ein großer Fortschritt. Aber sie muss nachge­bessert werden, da die Interessen der Minderheiten nicht ausreichend berücksich­tigt werden“, forderte Delius.

„Wir rufen dringend zu einer internationalen Vermittlung in dem Streit auf, damit die Blockade bald friedlich beendet wird“, erklärten die GfbV und Ketaaketi. „Um eine humanitäre Tragödie zu verhindern, muss nun schnell gehandelt werden. Es kann nicht angehen, dass trotz der katastrophalen humanitären Lage und des ein­brechenden Winters die Gespräche zwischen den Konfliktparteien Woche um Wo­che ergebnislos bleiben und mit gegenseitigen Schuldzuweisungen enden.“ Erst am Sonntag hatten die Vertreter der Madhesi die Verhandlungen für gescheitert erklärt und eine Verschärfung ihrer Proteste angekündigt.

Bei dem Erdbeben in Nepal am 25. April und dem Nachbeben am 12. Mai 2015 wurden rund 8.900 Menschen getötet, 602.000 Häuser zerstört sowie 284.000 Häuser beschädigt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt fehlt es vielen Überle­benden der Erdbeben an warmer Kleidung sowie am Nötigsten. Ihre ohnehin schwierige Versorgung wird durch den Mangel an Treibstoff zusätzlich erschwert.

Ulrich Delius ist zu erreichen unter Tel. 0160/95671403.
Anneli-Sofia Räcker ist erreichbar unter Tel. 0163/9621681.

Weihnachten 2015 - An unsere nepalischen Freunde

 

Auf dem Weg in die Zukunft
gehen wir weiter mit Euch
-durch die Armut ins Kleine Leben,
-durch die bebende Erde ins rettende Zelt
-durch Monsunflut in Schulen aus Bast.

Auf dem Weg in die Zukunft
gehen wir weiter mit Euch
-durch Blockaden in Schulen mit Reis,
- durch die Häuserwüsten zum Dorf,
- durch die eisige Kälte in wärmende Decken.

Auf dem Weg in die Zukunft
gehen wir weiter mit Euch,
Hand in Hand,
und suchen gemeinsam das Licht.

 

Eure Anneli-Sofia Räcker, 20.12.2015
(Initiatorin und 1. Vorsitzende KETAAKETI)

Schulkinder und deren Familien leiden unter den Folgen des Handelsboykotts

Rajesh Regmi (Projektleiter unserer Partnerorganisation SPOWC in Nepal) berichtet in seiner aktuellen E-Mail über die Situation der Menschen, Schulen und Schulkinder in Zeiten des Handelsboykotts für Benzin, Kochgas, Medizin und die meisten anderen Güter des täglichen Lebens.

 

Dear Anneli,

the ongoing crisis for petroleum products due to protests by Madhesi parties in the southern plains bordering India has forced Nepal to look for global suppliers to tide over the situation. Day by day the situation is going worst but some how the few vehicles are running and for gasoline its to difficult to get because our government is unable to control black market .

All the school, hotels and restaurant are using firewood for cooking , lots of people are waiting in a Que for kerosene and pr open gas.  Then they get 2 liter  only  waiting till 24 hours.

Load-shading problem is also still the same so,we can not use electric heaters for cooking.

According to the school leaders all our school of different districts: (Baglung, Butwal, Pame, Chitwan, Kavre,Dang) are also using firewood besides that everything is going OK but all the food cost was increased due to the blocked of India.

We talked with all the mothers of children's of every district , All the expenses is high so if we can help them by giving stationery,some warm clothes.

Regarding the medicines which you talked about, we can not provide the medicine directly to the children as we contacted with Dr. Mahesh for the medicine of Pediatric Hospital, As per Dr. he refer Emergency I/B medicine and Intravenous Antibiotic .

With lot of love and huge thank from our heart.

Rajesh

07.12.2015

Tolle Resonanz beim Jahresvortrag in Bremen

 

Im sehr gut gefüllten Saal des `Haus der Wissenschaft` fand am 27. November 2015 fand in Bremen der Jahresvortrag von Anneli-Sofia Räcker über die Arbeit von KETAAKETI / SPOWC statt. Im Fokus standen die Situation der Schulkinder und deren Familien 6 Monate nach den Erdbeben sowie die aktuelle Handelsblockade. 2 Vertreter der Workcamp-Pioniere, die im Oktober 14 Tage in Nepal Wiederaufbauhilfe geleistet haben, berichteten ebenfalls über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse. Begleitet wurde der Vortrag von einer umfangreichen Fotoausstellung über die laufenden Projekte.

Wir bedanken uns bei den zahlreichen Teilnehmern des Vortrags und freuen uns über das aktive Interesse – ausgedrückt durch eine lebendige und fruchtbare Diskussion während und im Anschluss der Vorträge. Diese neuen Kontakte und Impulse fließen in unsere Arbeit ein und wir freuen und immer über Rückmeldungen und Ihre Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit!

Die momentane Situation in Nepal steht unter dem Zeichen der aktuellen Handelsblockade an der Grenze zu Indien. Diese dauert nun schon mehr als 2 Monate und durch die große Abhängigkeit Nepals durch die Importe seitens Indiens, bedeutet dies für Nepal eine enormen Verlust von Warenströmen und sehr eingeschränkte Versorgung in allen Bereichen.

Dadurch werden Aktivitäten des Wiederaufbaus nach den Erdbeben (Unterstützung beim Wiederaufbau von Schulen / Häusern der Schülerfamilien, Versorgung mit Winterkleidung, etc) sehr erschwert. Die Kosten für Baumaterialien, Lebensmittel, Dinge des täglichen Lebens steigen um 100 – 500%. Dazu kommt die absolute Notlage bei Benzin (kaum Mobilität möglich), Kochgas (die Menschen kochen nun mit Holz, dass entweder teuer gekauft werden muss und/oder die Abholzung im ländlichen Bereich stark beschleunigt) und Medizin. Diese Lage führt dazu, dass viele Fabriken schließen, Kinder nicht in die Schule gehen. Die Menschen sind voller Sorge und Angst vor der Zukunft.

Umso wichtiger ist es, dass wir so gut unterstützen, wie es unsere Möglichkeiten erlauben. Mit neuen Impulsen: Kochen mit Induktion / Solar möglich?

Schulen könnten als Versorgungszentren für Essen, Kleidung, evtl. allerdringlichste Baumaterialien dienen. Hierzu sind wir in engem Kontakt mit unseren Partner vor Ort, um alle Möglichkeiten auszuloten, die Schulkinder und ihre Familien zu unterstützen und so schnell wie möglich umzusetzen.

 

Weiterführende Informationen in folgendem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 23.11.2015:

http://www.sueddeutsche.de/politik/nepal-fast-wie-ein-erdbeben-1.2750333

Aktuelle Situation in Nepal - November 2015

 

Dieser Brief von Rajesh Regmi (SPOWC) berichtet über die aktuelle Lage in Nepal:

Liebe Anneli,

Ich hoffe, bei Dir läuft alles gut! Ich sende Dir anbei einen Artikel zu dem Thema, unter dem wir seit einem Monat sehr leiden. Heute ist der letzte Tag unseres Festivals und die Schulen haben wieder geöffnet. Leider sind jedoch nicht einmal 25% der üblichen Schüler erschienen, da es keine Transportmöglichkeiten gibt.

Seitdem die Benzinkrise am 23.09.2015 begann, sind die wirtschaftlichen Aktivitäten dramatisch zurückgegangen und so wichtige Lieferungen wie Medizin ausgeblieben. Normalerweise versorgen uns hier ungefähr 300 Tanklaster am Tag mit Benzin, dies ist zurückgegangen auf eine sporadische Versorgung durch ca. 5-10 Laster, um Lieferungen wie Obst und Gemüse zumindest zu ermöglichen. Die Krise resultierte aus der Blockade und dem Aufhalten von Benzin- und Güter-Lastwagen an der Grenze Nepals auf der indischen Seite, was durch eine Anordnung der indischen Grenzbehörden ausgelöst wurde. Nepal hat Indien kritisiert wegen der ungerechten Behandlung und der nicht nachvollziehbaren Benzinblockade. Allerdings hat Indien die Anschuldigungen zurückgewiesen. Angeblich sei die Blockade verursacht worden durch „Madheshi” Protestanten und Indien habe dabei keine aktive Rolle gehabt. Die Benzinkrise ist sehr ernst und dauert immer noch an, trotz einiger Berichte von wenigen Benzin- und Gütertransporten.

Die nepalesische Regierung lässt aktuell kein Betanken privater Fahrzeuge zu, was auch den öffentlichen Nahverkehr und Taxen betrifft. Einige Fabriken wurden geschlossen und viele Menschen haben momentan keine Arbeit. Die nepalesische Ölgesellschaft beschuldigt die indische Ölgesellschaft, dass der Mehrheit der Lastwagen die Einreise nach Nepal verweigert wird. Die inoffizielle „Indische Blockade“ zwingt die Nepalesen, auf Fahrräder und andere Transportmittel umzusteigen. Manche Menschen reisen sogar sehr gefährlich auf den Dächern von Bussen mit. Wir erhalten einiges Benzin auf dem Schwarzmarkt, wobei der Liter 500 Rupien kostet. Ferner wird kein Gas zum Kochen geliefert, was zu einem Nahrungsmangel führt. Wir haben angefangen, mit Feuer zu kochen. Einige Kinder, die in die Dörfer reisten, sind noch nicht wieder in die Stadt zurückgekehrt. Alle Schulen wurden seit heute geschlossen wegen des Benzinmangels. Anbei sende ich Dir einen Artikel im Original aus der Kathmandu Post.

Ganz herzlichen Dank für Deinen außergewöhnlichen Einsatz für uns!

Rajesh

Neue Regionalgruppen dringend für Unterstützung einzelner Dörfer zur Akuthilfe nach Erdbeben und Monsun benötigt

26.09.2015

Anneli Sofia Räcker (1. Vorsitzende KETAAKETI) war im September gemeinsam mit Rajesh Regmi, Kusum Khakurel und weiteren Mitarbeitern unserer Partnerorganisation SPOWC im Erdbebengebiet unterwegs:

„Das Elend ist unbeschreiblich und die Hoffnung auf respektvolle, zuverlässige Freunde riesengroß. Wir brauchen dringend weitere Regionalgruppen für die Unterstützung einzelner Dörfer“ – für die Akuthilfe und die Phase des Wiederaufbaus nach den Zerstörungen durch Erdbeben und Monsun. Die Menschen brauchen ein Dach über dem Kopf - Häuser müssen wieder aufgebaut, das Schulleben wieder hergestellt werden. Dies mündet später in das „KETAAKETI-Konzept der Beschulungsunterstützung für die Ärmsten und Mikrofinanzierung in eben diesen Dörfern, die die ganze Dorfentwicklung voran bringen."

"Das erste neue Projekt gilt dem zu 90 % zerstörten Dorf im Hauptbebengebiet Dorf Halade bei Kavre im Hauptbebengebiet östlich von Kathmandu.  Erste Palaver mit der ganzen Dorfgemeinschaft über kooperative Ideen zum Wiederaufbau der Häuser und Schule und Notwendigstem für die Kinder und Kränksten im Dorf haben schon stattgefunden" (Ausführliche Berichte und Fotos folgen in Kürze unter `Aktuelles`.).

Wir suchen dringend Initiatoren für die Gründung von weiteren Regionalgruppen !

(Es bestehen bereits aktive Gruppen in Bremen, Oldenburg und Varel.) Bitte wenden Sie sich gerne an uns, wenn Sie KETAAKETI aktiv unterstützen wollen!

Bremer helfen in Nepal

Artikel im Weser Kurier, 31.08.2015

Anneli-Sofia Räcker findet in letzter Zeit nur wenig Schlaf. „Ich stehe im ständigen Austausch mit Nepal“, berichtet die Vorsitzende der Organisation Ketaaketi. Der Austausch ist wichtig, denn schon am 24. September reist eine zehnköpfige Bremer Gruppe im Rahmen einer Workcamp-Kampagne in das von Erbeben geschundene Land und will vor Ort Wiederaufbauhilfe leisten.

Ketaaketi (Nepali: Kinder) ist ein Hilfsprojekt mit Sitz in Schwachhausen, das die Bremerin Räcker vor acht Jahren ins Leben gerufen hat. Der Organisation geht es um die Autonomie und Würde der Ärmsten. Sie kümmert sich um eine partnerschaftliche Kooperation mit Regionen, die zu den ärmsten der Welt gehören. Die Initiative unterstützt Kinder in Nepal bei der Bildung sowie Frauen mit Mikrokrediten bei der Existenzgründung. Für diesen Ansatz erhielt Ketaaketi 2008 eine Auszeichnung der Welthilfsorganisation Unesco.

In Bremen und Umgebung hat sich die Organisation längst einen Namen gemacht. „Wir sind etwa 20 Aktive und haben einen sehr großen Ring an Menschen, die uns zuarbeiten“, sagt Räcker. In diesem Jahr kommen noch vor allem junge Menschen hinzu, die mit der Hilfsorganisation zusammenarbeiten werden. Anlass waren die Erdbeben im April und Mai, die verheerende Auswirkungen hatten: Neben mehr als 8000 Todesopfern beklagt Nepal etwa drei Millionen obdachlose Menschen, die nach der Erbebenkatastrophe ungeschützt dem Monsun und den damit verbundenen Witterungen ausgesetzt sind.

Um diesen Menschen vor Ort beim Wiederaufbau und Neubeginn zu helfen, hat Anneli-Sofia Räcker eine neue Kampagne ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Hand in Hand von Arm und Reich“ hat sich eine Pioniergruppe von fünf jungen Frauen und Männern größtenteils aus Bremen und Umgebung zusammengefunden, die zwei Wochen lang vor Ort in Workcamps den Ärmsten unter die Arme greifen und in den Dörfern bei den Familien leben wird. Vom Schulsozialarbeiter über Rettungssanitäter bis hin zur Bürokauffrau hat sich eine bunt gemischte Gruppe gebildet. „Es hat mich überwältigt, wie sehr junge Menschen von einer Idee zu begeistern sind“, sagt Räcker. Es habe mit zwei Teilnehmern angefangen, die über Facebook und WhatsApp innerhalb kürzester Zeit weitere Interessenten akquirierten.

Eine, die von Anfang an von der Workcamp-Kampagne überzeugt war, ist Alessandra Hortig aus Oldenburg. Sie ist die Koordinatorin der Gruppe und hat sich um die Flüge und die Öffentlichkeitsarbeit gekümmert. Sie weiß aber auch, dass in Nepal noch viel auf sie zukommen wird. „Ich hatte schon immer den Wunsch zu helfen. Das ist jetzt die Chance, wirklich etwas zu tun und mitanzupacken“, sagt die 23-jährige Bürokauffrau. Auf die Hilfe von Anneli-Sofia Räcker kann sie zählen. Diese wird vor Ort sein und ihr zusammen mit einer nepalesischen Partnerorganisation mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die Helfer wollen ihre Arbeit filmen, dokumentieren und nach ihrer Rückkehr in Bremen auswerten. Danach stellt sich Räcker zwei Vorgehensweisen vor: Sie möchte weiterhin Workcamps etablieren, die in Zukunft in Abhängigkeit von den Teilnehmern und Teilnehmerinnen in einem größeren zeitlichen Umfang stattfinden sollen. Als zweiten Ansatz sieht Räcker eine neue Art von Tourismus, wobei das Reisen und Arbeiten miteinander verbunden werden soll. Das hänge aber alles von der Pioniergruppe ab. „Ich hoffe, dass weitere Gruppenreisen folgen können.“

Ketaaketi sucht arbeitswillige Mitreisende für zukünftige Workcamps. Wer sich im Internet über Ketaaketi oder die Workcamps informieren möchte, findet Näheres unter www.ketaaketi.de. Außerdem wird um Spenden gebeten.

 

Quelle: http://www.weser-kurier.de/bremen_artikel,-Bremer-helfen-in-Nepal-_arid,1196599.html, Andreas Blessau, 31.08.2015

Wiederaufbau nach Erdbebenkatastrophe in Nepal - Helft Ihr mit? Workcamp Nepal

09.08.2015

Die Erdbeben und vielen Nachbeben seit dem 25.04.2015 und der Monsun haben in Nepal den Ärmsten nun auch noch die Häuser und Trinkwasserversorgung zerstört und die Felder verwüstet. Die Menschen leben in Angst vor Nachbeben, sind der extremen Witterung ausgesetzt und verzweifeln an ihrer Lage. Sie brauchen Freunde, die helfen und beim Wiederaufbau mit Hand anlegen. Es geht um den Wiederaufbau der Gebäude, die Feldbestellung, den Neubeginn von Tierzucht und den Kindern in der Schule wieder ein Dach über dem Kopf zu geben.

Gebt den Menschen durch Euer Engagement das Gefühl, dass sie in ihrer Not nicht allein sind!

Wir gründen eine Pioniergruppe von ca. 10 jungen Menschen ab 20 Jahren (gerne starke Männer und geschickte Frauen) die - in enger Zusammenarbeit mit unserer nepalischen Partnerorganisation - an der Planung und Konzeption mitarbeiten und dann vor Ort in Nepal aktiv Hilfe leisten.

Während Eures gesamten Aufenthaltes in der Erdbebenregion werdet Ihr von unseren sehr erfahrenen und herzenswarmen Projektpartnern gut betreut. Für Unterkunft und Verpflegung sorgen unsere nepalischen Freunde (Flugkosten müssen selbst getragen werden). Untergebracht seid Ihr in gemeinsamen Häusern, direkt in den Dörfern. Dies ermöglicht Euch regen Austausch miteinander und ein wenig `Heimatgefühl`.

 

Von Herzen ein `Dhaanyabad` - Danke für Euer Engagement!

Zeitpunkt des Workcamps: 24.09.2015 - 08.10.2015

Die katastrophalen Folgen des Monsun

(A.S.Räcker nach Gespräch mit Rajesh Regmi am 1.8.2015)

 

" Die katastrophalen Folgen des Monsun - Erdrutsche und nässebedingte Erkrankungen besonders in den erdbebenbetroffenen Gebieten - gingen in den letzten Tagen durch die Medien. Laut Aussage von Rajesh Regmi, unseres Organisationspartners in Nepal, sind uns aber, trotz größter Sorge,  die Hände gebunden, da das Militär sich selbst für die Hilfe in den Bergdörfern für zuständig erklärt und uns z.Zt. hilfreiches Eingreifen untersagt hat. Wir bleiben aber hochwachsam und sind einsatzbereit für unsere derzeitigen und zukünftigen Projekte in der Erdbebenregion!"

`Freundin` veröffentlicht Artikel über Anneli-Sofia Räcker

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift `Freundin` vom 29.07.2015 (Ausgabe 17/2015) finden Sie einen Artikel mit dem Titel:

"Anneli-Sofia Räcker kämpft für Bildung für die Ärmsten"

Newsletter zur Erdbebenhilfe und Dankschreiben von Rajesh Regmi - SPOWC

Liebe aktive KETAAKETI-Mitarbeiter!

Liebe Regionalgruppen!

Liebe verehrte Spender!

 

Unser Sommer-Newsletter hat diesmal eine umfangreichere Form - aufgrund des Erdbebens in Nepal und den Aktivitäten, die sich daraus für KETAAKETI-SPOWC ergeben haben.

Rajesh Regmi – nepalischer Organisationsleiter – wendet sich ebenfalls mit einem Dank- und Informationsbrief an Sie.

Wir danken für Ihr Interesse und freuen uns, wenn Sie uns weiterhin begleiten.

Newsletter KETAAKETI.pdf
PDF-Dokument [1.5 MB]

Ganz langsam kehrt das Lächeln zurück

Bericht in der NWZ/Varel mit Interview A. Räcker über ihre Reise während des Erdbebens.

http://www.nwzonline.de/friesland/politik/ganz-langsam-kehrt-das-laecheln-zurueck_a_28,0,1743274324.html

30.05.2015

Künstler helfen Opfern in Nepal. Ein Artikel aus der NWZ.

http://www.nwzonline.de/oldenburg/kultur/kuenstler-helfen-opfern-in-nepal_a_28,0,855543484.html

21.05.2015

Wir starten sofort mit der Lieferung von starken Plastikplanen 4x6 m aus Deutschland als Zeltersatz und liefern in Nepal direkt in die zerstörten Dörfer. (Zelte sind in Nepal nicht mehr erhältlich!) Der Monsun setzt bald ein und macht weitere zigtausend Menschen obdachlos und krank. Bitte helfen Sie weiter mit, zunächst nur das reine Überleben zu sichern!!!

Von Herzen Dank!

Ihre A.S.Räcker, gerade aus Nepal zurück.

15.05.2015

Staatstheater organisiert Spendengala für Erdbebenopfer in Nepal in Kooperation mit KETAAKETI e.V.

So 17. Mai, 18 Uhr, Großes Haus, Eintritt 5€ auf allen Plätzen
Spendengelder werden gesammelt


Um den verheerenden Zuständen nach dem schweren Erdbeben in Nepal nicht tatenlos gegenüber zu stehen, organisiert das Staatstheater kurzfristig eine Spendengala.

Mit dem gespendeten Geld wird die Arbeit von KETAAKETI unterstützt, ein Verein mit Sitz in Bremen, der sich langfristig für Überleben, Hoffnung und Bildung der Ärmsten in Nepal einsetzt. Persönlich sind auch zurzeit Mitglieder des Vereins vor Ort, um die Unterstützung der Menschen zu gewährleisten und zu helfen: „Durch Ihre Spende können die dramatischen Folgen des Erdbebens für die Ärmsten ebenso gelindert, wie auch der Wiederaufbau der Schulprojekte und Mikrofinanzierungen abgestützt und gesichert werden." sagt Anneli-Sofia Räcker, Vorsitzende von KETAAKETI e.V.

Am Sonntag, den 17. Mai werden ab 18 Uhr Ensemblemitglieder aller Sparten auf der Bühne des Großen Hauses zu erleben sein. Der Eintritt kostet lediglich 5€, in der Pause und nach der Gala werden Spendengelder gesammelt.

Das Oldenburgische Staatsorchester spielt unter Leitung von Thomas Bönisch verschiedene Werke der Barockmusik und Sängerinnen des Opernensembles sind mit unterschiedlichen Arien zu erleben. Außerdem werden Schauspielerinnen und Schauspieler zahlreiche Auftritte gestalten und auch das Niederdeutsche Schauspiel und die BallettCompagnie bereiten außergewöhnliche Programmpunkte für diesen Abend vor.
Die Moderation liegt in den Händen von Generalintendant Christian Firmbach.

Karten: an der Theaterkasse oder unter www.staatstheater.de

Interview in der Süddeutschen Zeitung

Das Interview mit Anneli-Sofia Räcker in der Süddeutschen Zeitung können Sie hier nachlesen:

http://www.sueddeutsche.de/reise/psychotherapeutin-gemeinsam-stark-1.2465753

07.05.2015

Kinder spenden Kindern

ZDF heute hat am 04.05.2015 in der 12:00 Uhr Ausgabe über Ketaaketi, die Schule in Tilganga und eine Aktion von Schülerinnen und Schülern aus Bremen berichtet

http://www.heute.de/nach-erdbeben-in-nepal-un-nothilfekoordinator-kritisiert-fehlende-absprachen-38312688.html?tabNo=1

Das Leben beginnt langsam wieder

01.05.2015

Rajesh Regmi konnte durch Kontakt zum Parlament sicher in Erfahrung bringen, dass es große Zerstörungen in den umliegenden Dörfern (im Umkreis von ca. 30 km) gegeben hat, Zelte werden dringend benötigt. Die Lieferdauer aus Indien beträgt z.Zt. 3 - 7 Tage.

Rajesh berichtet, dass über 500 000 Menschen die Stadt Kathmandu verlassen haben, sie gleiche vielerorts einer Geisterstadt.

Alle Lehrerinnen unserer SPOWC KETAAKETI FREE SCHOOL in Tiganga haben Gott sei Dank überlebt.

Ca. 50 Kinder und auch viele Mikrofinanzierungsmütter haben sich in der Schule, ihrem vertrauten Schutzort, wieder eingefunden.

Die Versorgung kommt allmählich wieder in Gang. Kusum Khakurel, Rajesh Regmi und unsere SPOWC-Kooperationspartner verteilen "beaten rice" (in dieser Form genießbar). Ein großes Problem ist weiterhin Trinkwasser.

Rajesh und Arun Regmi und Kusum Khakurel beginnen als nepalische Überlebenskünstler jetzt langsam das Leben mit großem Mitgefühl für die Betroffenen wieder zu organisieren  und machen dadurch allen viel Mut.

Rajesh ist überglücklich, dass das ZDF am Sonntag in der Tilganga School im Beisein der Kinder und Mütter filmen wird, Wertschätzung und Kräftigung für die unglaubliche Arbeit!

Für den jetzt beginnenden Wiederaufbau in den Dörfern benötigen wir noch einmal Ihre lebensnotwendigen Spenden! Von Herzen Dank!

Akuter Überlebenskampf um Trinkwasser und Essen in den Straßen von Kathmandu

  • Rajesh Regmi:"It is a time of survival."
  • In der Tilganga School finden sich Eltern und heimatlose Kinder, die ihre Eltern suchen und Eltern, die ihre Kinder suchen, ein.
  • Tiganga soll Sammelstelle / Findungshilfe / erster Schutz / Versorgung mit Trinkwasser etc. sein
  • Dringend werden 300 Zelte und Trinkwasser benötigt! Die Ärmsten benötigen weiterhin dringend Ihre Spenden!!!

01.05.2015

Bitte informieren Sie sich heute über die aktuelle Situation in Nepal durch den Mitschnitt des Interviews mit Anneli Räcker im Funkhaus Europa!

http://www.funkhauseuropa.de/themen/aktuell/nepal114.html

28.04.2015

Verheerende Folgen für die Ärmsten in Nepal

28.04.2015

Wann immer es aufgrund der katastrophalen Situation in Nepal möglich ist, stehen Anneli Räcker und Rajesh Regmi nun in persönlichem telefonischen Kontakt. Die Familien unserer SPOWC-Kooperationspartner haben sich Gott sei Dank in Kathmandu zusammengefunden.

Rajesh Regmi berichtet von den verheerenden Folgen für die Menschen im Erdbebengebiet: ein sehr großes Problem stellt die fehlende Trinkwasserversorgung dar. Die Menschen schlafen auf den Straßen unter Plastikfolien oder -tüten. Unsere große Sorge gilt besonders den Kindern. Von unseren 3 neuen Schulprojekten im Distrikt Kavree im Bergland östlich von Bhaktapur gibt es keine Nachricht, wir wissen aber von Rajesh, dass dort verheerende Zustände herrschen. Auch die Situation der Mikrofinanzierungsfamilien in den Dörfern um Kathmandu ist völlig unklar, besonders betroffen sind die Gebiete Gorkha und Lamjung.

Durch die schlechte Infrastruktur der ländlichen Gebiete und die dadurch bedingte Abgeschnittenheit von jeglicher Versorgung nach dem Erdbeben, gilt unsere Hauptsorge den Kindern und Familien in unseren dortigen Projekten. Betroffenheit löst eine kurze Handy-Nachricht von Rajesh Regmi aus:"Our school building is damaged".

Bitte unterstützen Sie die Ärmsten Nepals durch Ihre Sonderspende!

Die SAT.1 - Sendung vom 27.04.2015, Bericht und Interview mit Anneli Räcker, finden Sie
auf http://www.hannover.sat1regional.de/video/article/bremer-hilfsverein-bangt-um-kinder-nach-nepal-erdbeben-173103.html
hier finden Sie auch einen dpa-Text zur KETAAKETI-Erdbebenhilfe.

Ketaaketi bei Sat.1 Regional

Am 27.04.2015 gab es einen Beitrag bei Sat.1 Regional über das Erdbeben in Nepal und Ketaaketi. Das Video kann hier angeschaut werden:

http://www.hannover.sat1regional.de/video/article/bremer-hilfsverein-bangt-um-kinder-nach-nepal-erdbeben-173103.html

Endlich ein persönlicher Kontakt!

Ein erstes Telefonat, plötzlich unterbrochen durch ein neuerliches Nachbeben, konnte Anneli Räcker am Sonntagnachmittag mit Rajesh Regmi führen.
Die Familien unserer SPOWC-Partner sind Gott sei Dank wohlbehalten, aber mit größter Trauer müssen wir mitteilen, dass unter den Todesopfern schon 50 Kinder zu beklagen sind.
Rajesh berichtet von den traurigen und verheerenden Folgen des Erdbebens.
Er konnte bisher nicht zum Tempelbezirk Pashupatinath und damit zur SPOWC-KETAAKETI-FREE-SCHOOL vordringen, alle Schulen sind evakuiert worden, die Menschen schlafen auf der Straße, da es bisher etwa 100 Nachbeben gegeben hat. Jeglicher Schutz fehlt.
'Wir werden unsere Arbeit wieder aufnehmen und unseren gemeinsamen Weg mit unseren nepalischen Partnern  weitergehen.' (Anneli Sofia Räcker im Interview am Sonntag in der Sendung 'Buten und Binnen' von Radio Bremen TV).

Die Aufzeichnung des Beitrags finden Sie unter www.radiobremen.de
--> Buten und Binnen - Sendung verpasst? Video 'Bremer helfen Kindern in Nepal'

27.04.2015

KETAAKETI heute abend in Buten und Binnen live um 19.30 Uhr. Start der KETAAKETI- Spendenaktion für Nepal.

26.04.2015

Neueste Infos aus Nepal

Nach langen Stunden Sorge:
Zuerst die Information, dass Arun und Vijay offensichtlich wohlauf sind.
Und gerade jetzt: Rajesh Regmi hat sich per whatsapp gemeldet,dass 'alle ok' seien, die Lage in Kathmandu aber gefährlich sei'. Wir versuchen jetzt, näheres zu erfahren und erst einmal all unsere Sorge und Mitgefühl und unsere Bereitschaft zur sofortigen Hilfe nach Nepal zu vrrmitteln. Hier in Deutschland werden wir noch heute über den Start einer Sonder-Spendensammlung entscheiden,zu der auch der WESERKURIER und BUTEN UND BINNEN im Unterstützenden Kontakt zu uns stehen.
Wir informieren schnellstens über Spendenmöglichkeit für Sie Alle, liebe mitfühlende Leser!
Über die genaue Situation und die gezielte Verwendung der Gelder berichten wir, sobald der Austausch mit Rajesh Regmi über die Lage der Kinder und Familien in Nepal wieder erfolgt.
Ihre A.S.Räcker

26.04.2015

Schweres Erdbeben in Nepal

Liebe KETAAKETI-Freunde! Zutiefst betroffen erfahren wir heute von dem furchtbaren Erdbeben in Nepal! Da es ca. 12-13 h nepalischer Zeit und mit Epizentrum 80 km, Erdbebenstärke 7.8, nördlich von Kathmandu stattfand, betrifft es in starkem Maße die Kinder und Familien,die uns am Herzen liegen!
Ich muss Ihnen derzeit leider mitteilen, dass ich keinerlei Kontakt zu all unseren Partnern in Nepal bekomme.
Gerade rief der Weserkurier hier an, und wir planen eine schnelle Kooperation im Sinne eines Notfonds für Erstversorgung, damit wir sofort gezielt helfen können,sobald wir wieder im Kontakt zu Nepal-SPOWC sind. Wir bleiben auch hier ab sofort in Verbindung!
Lassen Sie uns unseren nepalischen Freunden unsere tiefsten Herzenswünsche schicken und ihnen in der Not zuverlässige Freunde sein!
Ich halte Sie alle auf dem laufenden!
Herzliche Grüsse!
Ihr A.S. Räcker

Gott sei Dank können wir Euch inzwischen mitteilen, dass Arun, Vijay, Rajesh und Kusum wohlauf sind, es ist jedoch zurzeit sehr gefährlich in Kathmandu.

Wir sind unter anderem auch in Kontakt mit Buten und Binnen, sowie verschiedenen anderen Rundfunkanstalten.

25.04.2015

„Wir kommen nicht mit der Gießkanne“

12.04.2015 (Artikel Weser Kurier)

Gesellschaft verhilft ärmsten Kindern in Nepal zu einer Schulbildung und unterstützt deren Mütter dabei, ihre Geschäftsideen umzusetzen. Gründerin Anneli-Sofia Räcker will mit geringen Mitteln eine Entwicklung anstoßen, die von den Kindern und Frauen ausgeht und Eigeninitiative fördert, statt sie zu ersticken.

Wenn Binod morgens aufsteht und sich das Gesicht über dem Styroporkasten auf der wackligen Holztreppe wäscht, bleibt seine Mutter liegen. Lal Maya zieht sich die Wolldecke bis über das Kinn und starrt an die Decke des kleinen Zimmers, in dem sie mit dem achtjährigen Binod und der vier Jahre älteren Tochter Bimala wohnt – auf nicht einmal acht Quadratmetern in einem abbruchreifen Haus. Lal Maya sagt, sie habe Herzprobleme. „Vielleicht ist es ein gebrochenes Herz“, sagt Sushila Nepali, Binods Lehrerin und Sozialarbeiterin. Seit Lal Maya von ihrem Ehemann verlassen wurde, bleibt sie oft den ganzen Tag im Bett liegen. Nur manchmal, wenn er nüchtern ist und etwas Geld für Lebensmittel bringt, steht sie auf und kocht den Kindern ein Gemüsecurry. Sushila Nepali kennt viele Familien in den Slums von Kathmandu, die ihre Kinder nicht ausreichend ernähren können. „Sie kommen vom Land in die Hauptstadt und hoffen, dass sie hier eine bessere Zukunft finden“, sagt sie. „Aber den meisten geht es bald schlechter als vorher.“

Binod zieht sich seine blaue Schuluniform an, er huscht durch den fleckigen Vorhang hinaus auf die Veranda und klettert die steile Leiter hinunter zur Straße. Heute ist Prüfungstag, das Schuljahr endet, bald kommt er in die dritte Klasse. „Ich möchte Pilot werden, ich sehe immer die Flugzeuge am Himmel fliegen“, sagt er. Seine Augen leuchten, als er die schlammige Straße hinab zur Tilganga-Schule geht.

Jedes dritte Kind geht arbeiten

In der Schule am Rande des Tempelbezirks von Kathmandu stellen sich die Schüler in Reihen im Schulhof auf, machen Leibesübungen, beten mit geschlossenen Augen und singen mit der Hand über dem Herzen die Nationalhymne. Dann beginnen die Prüfungen. Mehr als 200 Kinder aus den umgebenden Vierteln werden an der Schule von acht Lehrern kostenlos unterrichtet und bekommen hier eine warme Mahlzeit, oft die einzige am Tag. Die meisten stammen aus den historisch benachteiligten Kasten der Hindu-Gesellschaft. „Viele der Eltern sind Tagelöhner oder Bettler, sie können die Schuluniform, das Schreibzeug und die Gebühren staatlicher Schulen nicht bezahlen“, sagt Schulleiterin Kusum Khakurel, eine herzlich-forsche Frau in einem violetten Sari und mit einem roten Tikka-Punkt auf der Stirn.

Zwar gibt es eine Schulpflicht in Nepal, aber der Staat setzt sie nicht durch und schafft die Voraussetzungen dafür nicht. Wer arm ist, schickt seine Kinder daher eher zum Arbeiten in eine Ziegelfabrik oder zum Betteln auf die Straße, als auf eine Schule. Etwa jedes dritte Kind in Nepal zwischen fünf und 14 Jahren muss arbeiten. „Natürlich wäre es die Aufgabe der Regierung, armen Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen, es steht sogar in der Verfassung, aber es passiert einfach nicht“, sagt Khakurel.

Anneli-Sofia Räcker will helfen, diese Lücke zu schließen. Die Psychotherapeutin aus Bremen hat den Verein Ketaaketi gegründet, um in einem der ärmsten Länder der Welt eine Entwicklung in Gang zu bringen, die von Frauen und Kindern ausgeht. Mit Spendengeldern aus Deutschland zahlt Ketaaketi monatlich ein bis sechs Euro pro Kind an die private Tilganga-Slumschule in Kathmandu oder an andere, vorrangig staatliche Schulen auf dem Land, die damit für die ärmsten Kinder kaufen, was am dringendsten benötigt wird oder ihnen ein warmes Mittagessen anbieten. In Vorschulklassen werden die Jüngsten zudem rechtzeitig auf die Schule vorbereitet. Den Müttern bietet Ketaaketi eine Anschubfinanzierung für Geschäftsideen, damit sie ihre Kinder nicht mehr zum Arbeiten oder Betteln schicken müssen. Sie bekommen einmalig 100 Euro Startkapital, etwa für einen mobilen Gemüsehandel oder eine kleine Schweinezucht. Das Geld müssen sie an andere Frauen in ihrer Umgebung weitergeben, sobald sie selbst Fuß gefasst haben.

Ein bis sechs Euro pro Kind, 100 Euro für eine Geschäftsidee – das sind kleine, bescheidene Beträge, die in Nepal dennoch viel bewirken können. „Große Spenden verpuffen einfach und machen abhängig, wir wollen erreichen, dass die Frauen umdenken und die Zukunft ihrer Familie selbst in die Hand nehmen“, sagt Khakurel. Sie unterhält für Ketaaketi die Kontakte zu den Schulen in Nepal.

Anneli-Sofia Räcker kam 2006 als Touristin zum ersten Mal nach Nepal. Sie fuhr mit einer Reisegruppe durchs Land, doch mehr als die Sehenswürdigkeiten des Himalaya-Staats interessierte sie sich für die Menschen. „Mich hat die Armut schockiert, vor allem die aussichtslose Situation vieler Kinder“, sagt sie. Sie setzte sich von der Reisegruppe ab und traf den Reiseleiter Rajesh Regmi, der sie zu einer kleinen Ein-Raum-Schule im Tempelbezirk führte, die er mit seiner Organisation Society for Protection of Women and Children (SPOWC) unterhielt. Regmi hatte eine Lehrerin angestellt, die kostenlos Slumkinder unterrichtete. Doch ihm fehlte das Geld, um den Unterricht fortzuführen. Räcker sah die Armut der Kinder und in ihren Augen den Willen zu lernen. „Als ich nach Deutschland zurückflog, war mir klar, dass ich Rajesh unterstützen muss.“

Anschubfinanzierung für die Mütter

Sie gründete Ketaaketi – was im Nepalischen „Kinder“ bedeutet – und wollte dabei vor allem eines: Keine Hilfsorganisation der alten Schule schaffen, bei der die Spender diktieren, was gut ist für die Empfänger – und was nicht. Die Autonomie der Entscheidungen sollte in Nepal bleiben, Räcker legte die Koordinationsarbeit vor Ort ganz in die Hände von SPOWC, der auch die Schulleiterin Kusum Khakurel angehört. Entstanden ist ein Netzwerk von 18 Schulprojekten, an denen bereits mehr als 2000 Kinder gefördert wurden. Rund 150 Mütter haben die Ketaaketi-Anschubfinanzierung bekommen und durch die von SPOWC kontrollierte Weitergabe in der Nachbarschaft hat das Geld bereits weitere 100 Frauen erreicht. Die einmalige Spende wirkt so in der Nachbarschaft fort.

Unermüdlich geht Räcker in Bremen und Niedersachsen derweil auf Spendenjagd, um das Schul- und Mütternetzwerk auszuweiten. Auf Vorträgen teilt sie ihre innerste Überzeugung, die sie zum Motto für Ketaaketi gemacht hat: Wer zufällig reich ist, hat eine weltweite Verantwortung und sollte teilen. Sharity statt Charity nennt sie diese Devise: Selbstverständliches Teilen statt selbstgefälligem Vergeben von Almosen. Eine logische Konsequenz aus ihrem Sharity-Ansatz ist für sie, dass Ketaaketi kein Geld für Verwaltungskosten ausgeben darf und alle Spenden zu 100 Prozent nach Nepal gehen – im Moment rund 40 000 Euro im Jahr. Ein Kernteam von Freiwilligen aus Bremen und Oldenburg kümmert sich um die Vereinsarbeit, Regionalgruppen in mehreren Städten befinden sich im Aufbau.

Anneli-Sofia Räcker stammt aus einer alteingesessenen Bremer Familie. Sie wuchs mit der antikolonialen Haltung ihrer Großeltern auf, die in Kolumbien als Kaufleute scheiterten. Der Großvater starb in Übersee, aber die Großmutter kam zurück nach Bremen, mittellos, aber mit vielen freiheitlichen Gedanken, die der reichen Verwandtschaft nicht passten. Als Arme in einer reichen Familie musste sie fortan Kaffee am Fahrrad verkaufen. „Teilen war für mich immer ganz normal“, sagt Räcker. „Wenn ich mit meinem Vater auf den Freimarkt gegangen bin, musste ich vorher immer die Hälfte meines Geldes an Bettler abgeben.“ Heute steckt sie neben ihrem Vollzeitjob als Psychotherapeutin und Coach mit eigener Praxis den größten Teil ihrer Freizeit in die Vereinsarbeit. Immer wieder reist sie auf eigene Kosten nach Nepal, um zusammen mit SPOWC-Vertretern laufende Projekte zu begutachten und neue zu starten. Ketaaketi ist für sie zu einer Lebensaufgabe geworden.

„Ich frage immer auch, wie sie sich selbst helfen können, viele sind erst mal enttäuscht, weil sie das übliche Geber-Modell der Entwicklungshilfe erwarten“, sagt Räcker. „Aber dann entsteht ein kreativer Pool und sie verstehen, dass wir ihre Eigeninitiative mit einem kleinen aber sicheren finanziellen Kissen unterstützen.“ Räcker will das Ketaaketi-Modell dieses Jahr auch auf Haiti übertragen. „In Haiti hat die klassische Entwicklungshilfe versagt, Millionen Euro sind einfach verschwunden und hier in Nepal sehen wir, wie wir mit wenig Geld unheimlich viel bewirken können“, sagt Räcker. „Statt mit der Gießkanne zu kommen, schaffen wir mit kleinen Beträgen die Basis für eine Entwicklung, die sich selbst trägt.“ Wenn Haiti funktioniert, könnten Indien, Sierra Leone und Simbabwe folgen. Doch auch die Zusammenarbeit mit Nepal soll wachsen, so wird gerade ein Gesundheitsfonds gegründet. „Es geht um eine Erstbehandlung der Schulkinder und grundlegende medizinische Prävention“, sagt Räcker. Dorfärzte im Umfeld der Partnerschulen sollen künftig eine finanzielle Grundlage für die Behandlung der Kinder erhalten.

Zuckerperlen für die Götter

Am Haupteingang des Pashupatinath-Tempels in Kathmandu baut Kusallya Chalagain früh morgens ihren Verkaufsstand hinter einem kleinen Ganesha-Schrein auf. Sie trägt einen rosafarbenen Sari, ein rotes Tuch über den Schultern und den kleinen roten Stirnpunkt. Sie legt ihre Waren aus, während die ersten Gläubigen auf dem Weg zum großen Tempel am Ganesha-Schrein Zigaretten ablegen und Alkohol auf den Elefantengott spritzen. Chalagain verkauft Tempelbedarf, abgepackte Zuckerperlen als Opfer für die Götter, bunte Bänder und Ketten aus getrockneten Beeren, die im Tempel gesegnet werden. Sie gehört zur zweiten Generation von Frauen, die eine Ketaaketi-Mikrofinanzierung bekommen haben. Als Landlose ist sie mit ihrem Mann aus dem Terai-Tiefland nach Kathmandu in den Tilganga-Slum gezogen. „Ich hatte keine Arbeit, jetzt habe ich ein regelmäßiges Einkommen“, sagt sie voller Stolz. Ihr zehnjähriger Sohn Kirshant geht in die vierte Klasse der Tilganga-Schule, die zwei Jahre ältere Tochter Kritisha auf eine weiterführende Privatschule, die sie aus ihrem gemeinsamen Einkommen bezahlen können.

„Mein Ziel ist es, weiter hart zu arbeiten, damit ich auch Kirshant später auf eine private Schule schicken kann“, sagt Chalagain. Kirshant wühlt in den abgepackten Zuckerperlen herum und holt einen Beutel hervor, in dem ein Bild der Göttin Sarasvati steckt. „Sie ist die Göttin der Bildung“, sagt Kirshant. „Wir beten zu ihr.“ Wenn seine Mutter fünf Beutel mit Zuckerperlen verkauft, kann sie 50 Rupien beiseitelegen. Das sind nicht einmal 50 Cent, aber ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Familie.

Quelle: http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Wir-kommen-nicht-mit-der-Giesskanne-_arid,1094141.html, Mirco Lomoth, 12.04.2015

Noch mehr Arbeit für Ketaaketi

Artikel im Weser Kurier, 12.04.2015

Gerade erst aus Nepal zurückgekehrt, dreht sich für Anneli-Sofia Räcker von der Ketaaketi-Gesellschaft bereits wieder alles ums Organisieren. „Im Moment ist der Bär los“, sagt die Initiatorin. Denn neben der Unterstützung von Schulbildung und Vergabe von Mikrokrediten an Mütter fasst der Verein jetzt ein weiteres Fördergebiet ins Auge: die Gesundheit.

Anfang des Jahres setzte sich Räcker gemeinsam mit Christel Murthi, auch sie ist Mitglied bei Ketaaketi, in den Flieger Richtung Nepal, um sich vor Ort ein Bild vom gesundheitlichen Zustand der Schulkinder zu machen. Ein Kraftakt, denn die 20 von Ketaaketi geförderten Schulen liegen in Gegenden, wo keiner hingeht“, erklärt Räcker und erzählt von den stundenlangen Jeepfahrten auf holprigen, fast unbefahrbaren Straßen. Vor Ort in den Schulen wurden die beiden Frauen von nepalesischen Ärzten begleitet, die stichprobenartig rund 500 Schüler untersuchten. Die Krankheitsdiagnosen verweisen laut Räcker eindrücklich auf die Probleme: schlechtes Trinkwasser, Hunger, mangelnde Hygiene und unvollständige Kleidung. „Aus Not trinken die Kinder Tau von den Pflanzen und essen Schlamm“, sagt Murthi. Um das neue Gesundheitsprojekt realisieren zu können, kümmern sich Räcker und Murthi seit ihrer Rückkehr um die finanzielle Umsetzung.

14 Menschen arbeiten in der Bremer Regionalgruppe. Sie alle denken über neue Finanzierungsformen nach. „Neben den Mitgliederbeiträgen wollen wir durch Crowdfunding übers Internet Geld zusammentreiben“, berichtet Räcker. In der Gruppe in Oldenburg hätten sich Ärzte und Apotheker zusammengefunden, um sich mit einem Gesundheitsfonds zu beteiligen.

 

Quelle: http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Noch-mehr-Arbeit-fuer-Ketaaketi-_arid,1094024.html, Saskia Bücker, 12.04.2015

Projektreise health camp nach Nepal im Januar 2015

Am 31.12.14 haben Anneli-Sofia Räcker, Initiatorin und 1. Vorsitzende von KETAAKETI, Frau Katrin Schneider-Horn, Ärztin aus Wilhelmshaven und Frau Christel Murthi, Fachkrankenschwester aus Bremen, ihre Reise nach Nepal angetreten. (Wie immer natürlich auf eigene Kosten, da die Spenden zu 100% nach Nepal gehen).

Von Bremen sind wir über Istanbul nach Kathmandu   geflogen.

Am Flughafen wurden wir am 01.01.2015 herzlich empfangen von Kusum, Koordinatorin von SPOWC, sowie ihrem Bruder Rajesh Regmi, Präsident von SPOWC und einigen Lehrerinnen der Tilganga Schule.

In der Tilganga Schule kamen wir in den Genuss eines eigens für uns aufgeführten Kulturprogramms durch die Kinder. Es war eine wahre Freude die Begeisterung der Kinder zu sehen.

Health camp

In den darauffolgenden Tagen haben wir viele Kilometer mit dem Jeep zurück gelegt. Pokhara, Chitwan, Butwal und Kavre wurden angefahren. Begleitet haben uns Rajesh Regmi, seine Schwester Kusum sowie sein Bruder Arun Regmi. Teilweise waren die Straßen sehr unwegsam und beschwerlich und geben uns einen Eindruck davon, dass aufgrund der schlechten Infrastruktur eine ärztliche Versorgung oft fast unmöglich ist.

In 5 Schulen sind ca. 500 Kinder durch nepalesische Ärzte untersucht worden. Die nepalesischen Ärzte waren sehr engagiert und kümmerten sich liebevoll um die Kinder, da diese oft sehr scheu in die Untersuchung gingen. Dabei wurde der Gesundheits- und Ernährungsstatus der Kinder erhoben. Eine Behandlung wurde nicht durchgeführt, da unser Ziel die basalen Gesundheitsbedingungen zu verbessern ist und die landesinternen Förderungsmöglichkeiten auszuschöpfen.

Es kann mit relativ bescheidenen Mitteln schon viel ausgerichtet werden. Die Regierung bietet z.B. mit healthposts schon einiges an Versorgung an (regelmäßige Entwurmung, Impfungen).

Bildung eines Gesundheitsfonds

Die ärztlichen Untersuchungsergebnisse vom Projekt health camp werden demnächst aus medizinischer und sozialer Sicht besprochen. Es finden dazu regelmäßige Treffen mit Ärzten und Interessierten derzeit in Oldenburg statt, um die notwendigen Schritte zur fortlaufenden Unterstützung in Nepal festzulegen. Durch die Bildung des Gesundheitsfonds soll eine grundlegende Gesundheitsversorgung in unseren KETAAKETI/SPOWC Projekten auch für die Zukunft in Nepal sicher gestellt werden.

Schlechte Trinkwasserversorgung - Durst

Es ist uns aufgefallen, dass an allen 5 Schulen die Rate an wasserbedingte Erkrankungen hoch ist. Das Trinkwasser ist größtenteils verunreinigt oder die Quellen sind versiegt. In der Schule im Destrikt Kavre steht den Kindern aus 2 Tanks Wasser zur Verfügung, das nicht frisch ist. Diese Kinder werden demnächst Trinkflaschen erhalten um von zu Hause Trinken mitzubringen. Kinder schildern, dass sie teilweise den Tau von den Pflanzen trinken.

Hunger

Statistisch sind 50% der Kinder in Nepal mangelernährt. Quellenangabe: Food and Agriculture Organisation of the United Nations (FAO).

Nach unserer Erfahrung gibt es in vielen Schulen das Phänomen der Mangelernährung, auch typische Zeichen von Anämie.

Manche Kinder essen sogar aus Mangel an Essen Schlamm.

Erkrankungen

Bei Vielen wurden Ohrinfektionen festgestellt.

Die Kinder frieren in den Wintermonaten ständig, bei um 0 Grad laufen sie barfuss und ohne Pullover.

Aufgrund der mangelnden Hygiene ist Parasitenbefall (Würmer, Krätze) nicht selten.

Viele Krankheiten sind bedingt durch die mangelnde Widerstandskraft der Kinder durch permanenten Hunger und schlechtes Wasser.

Viele pubertierende Mädchen klagen über Kopfschmerzen. Ursachen wurden uns nicht bekannt.

Es ist geplant in den Schulen alle 2 Jahre ein health camp durchzuführen, mit Ausnahme der Schule in Butwal. Dort wird in einem halben Jahr erneut ein health camp durchgeführt. In Butwal sind alle Kinder krank.

Situation der Klassenräume  

In den Klassenräumen vieler Schulen, z. B. in Butwal, müssen die Kinder auf dem kalten Steinfußboden sitzen, weil die Schulbänke nicht mehr brauchbar sind, ferner regnet es durch das Dach. Erste Hilfe durch die Lionsgruppe wurde von uns  initiiert.

Wir waren immer wieder schockiert, dass auch in den neu aufgenommenen Slumschulen im Terai die grundlegendsten Dinge zum Leben und Lernen dieser ärmsten Kinder fehlen.

Mikrofinanzierung

Im Distrikt Kavre freuten wir uns über die Frauen, die durch Mikrofinanzierung sich Ziegen angeschafft haben und uns stolz ihre  Ziegen vorführten. Die Mikrofinanzierung ist ein sich selbstunterstützendes System. Mittlerweile hat die Hälfte der 20 Frauen, die vor einem halben Jahr eine Mikrofinanzierung erhalten haben, ihr Geld an weitere 10 Frauen zurückgezahlt.

Bildung von weiteren Netzwerken in Nepal

Konstruktive Kontakte zum Lionsclub in Pokhara sowie zu den Rotariern in Kathmandu sind geknüpft worden, die uns ihre Unterstützung zur Bildung des Schulnetzwerkes zugesagt haben. Die beiden Serviceclubs werden in unterschiedlichen Regionen als Partner von KETAAKETI/SPOWC tätig sein. Die Lions waren sehr beeindruckt über die Ansätze von wertschätzender Partnerschaft KETAAKETI/SPOWC zu den Nepali und dem Prinzip von KETAAKETI:  Autonomie der Nepali, d.h. nicht fremd bestimmt. Wir geben Hilfe zur Selbsthilfe immer auf Basis des Landesdenkens.

 

KETAAKETI hat das Prinzip "sharity not charity".

Ein weiterer Teil unseres Unterstützungsnetzes ist: der Präsident der Karategruppe Nepal. Mister Gurung und sein Coach Mister Khadka haben uns in allen Regionen Nepals kostenlose Trainingsstunden insbesondere für die Mädchen zugesichert. Sie bekommen dadurch die Möglichkeit ihr Selbstwertgefühl zu stärken.

Bildung von Schulungsprojekte zu Präventionsmaßnahmen/ Aufklärungskampagnen

Durch entsprechende Aufklärungskampagnen soll von Nepali zu Nepali eine Verhaltensänderung in der ärmsten Bevölkerung erzielt werden. Zusagen haben wir von den Ärzten aus Nepal erhalten mehr Aufklärungsarbeit  in den Schulen zu Gesundheits- und Hygienebelange durchzuführen, z.B. mehr die healthposts in Anspruch zu nehmen.

Projektziel health camp

Hauptprojektziel ist die Verbesserung der Lebensbedingung der Kinder. Die Trinkwasserversorgung hat oberste Priorität. Durch hygienisch einwandfreies Wasser können die Durchfallerkrankungen reduziert werden.

Unsere Ziele sind die Menschen aus der Armut zu holen durch die drei Säulen unserer Arbeit: Ermöglichung zur Bildung, Mikrofinanzierung und jetzt neu Durchführung des health camp. Es müssen grundlegende Bedingungen für einen regelmäßigen Schulbesuch gesichert werden. Wir hoffen und wünschen uns, dass sich uns noch viele Leser anschließen um dies möglich zu machen. Die Gesundheit der Kinder muss gestärkt werden, damit sie besser für ihre Zukunft lernen können.

Haben Sie Ideen, die Sie verwirklichen wollen, dann arbeiten Sie bitte mit uns !!! Jede Idee bringt uns ein Stück weiter.

“Miteinander auf Augenhöhe"

Es war eine wunderbare und anstrengende Reise, mit vielen Begegnungen von herzensguten und sehr sensiblen Menschen mit viel eigener Kompetenz. Die gegenseitige Würdung und Wertschätzung und Begeisterung dieser Menschen hat uns wieder einmal sehr beeindruckt.

Christel Murthi

Eine neue freiwillige Mitarbeiterin für die Ketaaketi-SPOWC Schule in Kathmandu, Tilganga

Mein Name ist Helen Peters, ich bin 22 Jahre alt und werde am 23. Februar 2015 als freiwillige Mitarbeiterin für 6 Wochen nach Nepal fliegen. Dort möchte ich im Rahmen meines Studiums Erfahrungen an der Ketaaketi-SPOWC  Slumschule  sammeln und die Lehrerinnen im Rahmen meiner Möglichkeiten sinnvoll  unterstützen.

Ich studiere im 3. Semester Mathematik und Designpädagogik auf Lehramt an der Universität Vechta. Im Rahmen meines Studiums ist ein Schulpraktikum vorgesehen, dass ich gerne im Ausland absolvieren wollte und bin so auf die KETAAKETI aufmerksam geworden.

Schon nach dem Abitur hat mich meine Neugier in die Ferne gelockt und ich bin für ein Jahr work & travel nach Australien geflogen. Aber auch der asiatische Raum ist mir nicht völlig fremd, da ich auch schon in Malaysia, Thailand und auf Bali unterwegs war.

Ich bin fasziniert von mir noch fremden Kulturen und freue mich, Nepal auf diesem Wege hautnah erleben zu dürfen und einen kleinen Beitrag für die kostenlose Grund-Schul-Bildung der Kinder in Kathmandu leisten zu können.

Natürlich werde ich anschließend ausführlich von meinen Erfahrungen berichten!

Helen Peters

05. 01. 2015

helen_ketaaketi

 

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