KETAAKETI Gesellschaft zur Unterstützung der Grund-Schul-Bildung ärmster Kinder und deren Eltern in Nepal und weltweit e.V.
KETAAKETIGesellschaft zur Unterstützung der Grund-Schul-Bildung ärmster Kinder und deren Eltern in Nepal und weltweit e.V.

Presse

Nepals Innenminister ehrt Ketaaketi

Nordwest Zeitung, Olaf Ulbrich, 09.08.2017

 

Große Ehre für die Vareler Nepal-Hilfe-Organisation „Ketaaketi“: Am Dienstag erhielt sie vom Innenminister Janardan Sharma, von dem Parlamentarier Bidur Sapkota und von Mabesh Kharel, einem Bürgermeister eines Erdbebendistriktes, eine Dankes-Auszeichnung für das Engagement in dem Himalaya-Staat in Asien.

„Das macht mich einfach nur sprachlos und glücklich“, sagte die Vorsitzende Anneli-Sofia Räcker: „Die Auszeichnungen werden uns allen viel Freude und viel Kraft geben für unsere weitere Arbeit.“

Der Staat Nepal und dessen Vertreter würdigten damit den sozialen mehr als zehnjährigen Einsatz von „Ketaaketi“. „Wir haben keine Worte dafür, unsere Gefühle auszudrücken“, bedankte sich beispielsweise Bidur Sapkota in dem offiziellen Schreiben: „Ihre Vision hat nicht nur die unterprivilegierten Kinder in Nepal gefördert mit grundlegender Schulausbildung, sondern hat auch deren Eltern durch die Ausstattung mit Mikro-Krediten unterstützt.“

Nach der Gründung im Herbst 2006 begann ein Jahr später alles mit dem Start eines Projektes mit 20 Schülern in einer Slum-Schule in der Hauptstadt Kathmandu. Mittlerweile unterstützt Ketaaketi 32 Projekte. Insgesamt 10 000 Kinder haben bereits von der Förderung aus Deutschland profitiert.

Vor Ort stehen die Vareler in ständigem Kontakt zu Rajefh Regmi, dem Vertreter der Ketaaketi-Partnerorganisation „Gesellschaft zum Schutz von Frauen und Kindern“.

`Schulpartnerschaften mit Nepal oder Sierra Leone`

 

Artikel von Anke Kück im Friesländer Bote, 13.07.2017:


http://friebo.de/index.php/aktuell/varel-dangast/item/89-ketaaketi-unterstuetzt-kinder-und-ihre-familien-neue-projekte-in-sierra-leone-geplant

 

Varel. „Wir möchten Schulen die Möglichkeiten bieten, Partnerschaften einzugehen und so einen direkten Austausch mit Menschen in Nepal oder auch Sierra Leone zu pflegen“, sagt Anneli Räcker.
Schon seit über zehn Jahren engagiert sie sich im Verein Ketaaketi. Ziel ist es die Grund-Schul-Bildung bedürftiger Kinder und den Aufbau eigener Familien-Existenzen möglich zu machen. „Das ist eine wichtige Präventionsarbeit, damit die Landflucht gestoppt wird und Menschen nicht gezwungen sind ihr Land zu verlassen. Wir wollen eine Zukunft in der Heimat schaffen.“
Lernen dürfen
Lernen dürfen, das größte Glück – so steht es in der Infobroschüre zum 10-jährigen Bestehen von Ketaaketi. Was für Kinder hier vielleicht etwas befremdlich klingt, ist in Ländern wie Nepal oder Sierra Leone tatsächlich ein sehnlicher Wunsch. Für hiesige Schulen kann diese Partnerschaft eine große Chance sein, im direkten Austausch viel über andere Länder, Religionen und Kulturen zu erfahren. Möglich ist auch ein finanzielles Engagement zum Beispiel durch Sponsorenläufe oder andere Aktionen, zumal schon mit geringen Beträgen eine Menge erreicht werden kann: Etwa 10.000 Jahresschulplätze wurden bereits in Nepal geschaffen. Ein Euro pro Kind finanziert im dortigen Ketaaketi Modell einen Monat lag den Schulbesuch. Schon 100 Euro Einmalspende ermöglichen die Existenzgründung einer Schülerfamilie durch Mikrofinanzierung (Finanzierung von Existenzgründungen mit kleinsten Beträgen, die nach einem Jahr an die nächste Familie weitergegeben werden). Unterstützung als Kontaktvermittler hat auch bereits Bürgermeister Gerd-Christian Wagner zugesagt und die Bildungsregion Friesland signalisiert ebenfalls Interesse an der Aktion.
Lag das Engagement bisher ausschließlich in Nepal, und hier wird der Schwerpunkt für die Vareler Gruppe auch bleiben, weitet der Verein dieses nun aus. „Im November werden wir nach Sierra Leone reisen und dort weitere Projekte initiieren“, erklärt die Vereinsvorsitzende. Was in Nepal schon seit zehn Jahren auf fruchtbaren Boden fällt, soll nun auch auf das afrikanische Land übertragen werden. Es geht um Partnerschaft, um das Teilen, um Selbstbestimmung und die Förderung von Eigenständigkeit: „Unsere Idee ist, dieses Modell auch auf anderen Kulturen und Religionen zu übertragen“, erläutert Anneli Räcker. Wichtig sei, dass Korruption und auch das Gießkannenprinzip bisheriger Entwicklungshilfe ausgeschlossen werden. Sierra Leone ist das fünft ärmste Land der Welt. Es ist so groß wie Bayern, hat acht Millionen Einwohner und 75 Prozent der Menschen sind Muslime. Nur 32 Prozent der ländlichen Bevölkerung haben Zugang zur Trinkwasserversorgung und 43 Prozent sind Analphabeten. „Das Land ist wirklich humanitär durchgeschüttelt worden, ich denke da nur an die Ebola Katastrophe und den schrecklichen Bürgerkrieg“, sagt Anneli Räcker.
We don‘t pay – we help
Durch die Vermittlung über eine Kinderarzt aus Sierra Leone, der derzeit in der Lüneburger Heide arbeitet, entstand der Kontakt nach Afrika. „Die Verbindung zu Menschen vor Ort ist der Schlüssel und dann geht es darum von der derzeitigen Mentalität des Spendenempfanges wegzukommen. Unsere Kernaussage dazu lautet: We don‘t pay, we help. Die Menschen vor Ort sollen keine Bettler sein, sondern Wertschätzung und Förderung erfahren.“
Ein erstes konkretes Projekt ist eine Slum-Schule in Tassoh Island, in der Nähe der Hauptstadt Freetown. 30 Kindern sollen dabei die Chance bekommen, regelmäßig zur Schule zu gehen. „Zudem soll 15 Müttern eine Existenzgründung mittels Mikrofinanzierung ermöglicht werden“, sagt Räcker. Der Aufwand dafür: 100 Euro pro Familie und fünf Euro pro Kind im Monat. Finanziert wird alles aus Spenden, die zu hundert Prozent vor Ort ankommen, wie Anneli Räcker betont.
Wer die Arbeit von Ketaaketi unterstützen möchte erhält weitere Informationen bei Friederike Menke, die ebenfalls schon seit Längerem im Verein engagiert ist, per E-Mail unter f-menke@gmx.de (Stichwort Ketaaketi). Hier können sich auch interessierte Schulen für einen ersten Kontakt melden. (ak)

Schon ein Euro öffnet ärmsten Kindern neue Wege

Spendenübergabe anlässlich einer Hochzeit für KETAAKETI

 

Wochen-Tipp Nordwest, 09.08.2017

Manuela Beer:

 

http://ep.aller-weser-verlag.de/bkbackoffice/getcatalog.do?catalogId=138262#page_4

`Unterricht in verfallenen Klassenräumen`

Artikel vom 13.06.2017 (Autor Olaf Ulbrich) in der Nordwest Zeitung berichtet über neue KETAAKETI Projekte in Sierra Leone, die in Vorbereitung sind:

 

Artikel NWZ-Online vom 13.06.2017

Die NWZ berichtete am 04.02.2017 im Regionalteil der Stadt Oldenburg in einem großen Artikel über Situation der ärmsten Kinder in Nepal und die Unterstützung durch KETAAKETI.

Anlass ist das Benfizkonzert des bekannten Oldenburger Vokalensemble `Kleiner Kaktus`, welches am 19.02.2017 um 17.00 Uhr zu Gunsten Ketaaketis in der Thomaskirche in Oldenburg-Ofenerdiek Am Alexanderhaus 163 stattfindet.

Hilfe auf Augenhöhe – WeserKurier berichtet über die aktuelle Projektreise

Der WeserKurier berichtet am 20.11.2016 in einer großen Fotoreportage über die aktuelle Projektreise in die Erdbebendörfer.

Artikel von Marie-Chantal Tajdel (Text) und Jonas Völpel (Fotos). Jonas Völpel hat uns auf der Reise begleitet und mit Fotos dokumentiert.

 

Hilfe auf Augenhöhe, WeserKurier 20.11.2016

Zehn Jahre Hilfe auf nepalische Art, November 2016

In der `Bremissima´ berichtet Anneli-Sofia Räcker über die Erfahrungen der aktuellen Projektreise und 10 Jahre erfolgreiche KETAAKETI / SPOWC - Arbeit:

(Artikel: Anke Jukenhöfel, Bremissima, Ausgabe November, Dezember 2016)

 

Bremissima - 10 Jahre Hilfe auf nepalische Art

Vorwort von KETAAKETI im Bremer Schwachhausen Magazin, November 2016

Spendenübergabe Aktion `Offene Gartenpforte` an KETAAKETI, 18.07.2016

Über eine Spende in Höhe von 1500 Euro freute sich am Donnerstag Heiko Schnittger von der Hilfsorganisation Ketaaketi. Den symbolischen Scheck übergaben Johanna Kühn aus Seefeld und Christa und Hans Meinen aus Augusthausen. Das ehemalige Lehrerehepaar Meinen und Johanna Kühn vom Seefelder Weinkontor hatten im Juni an der Aktion „Offene Gartenpforte“ teilgenommen. Der Erlös der Aktion geht an Ketaaketi.

Bei der Aktion „Offene Gartenpforte“ öffnen Gartenbesitzer ihre Gärten für die Öffentlichkeit. Schon im vergangenen Jahr spendeten die Drei ihre Eintrittsgelder an Ketaaketi. „Ich finde es toll, dass die Organisation hier vor Ort ist“, meinte Johanna Kühn. Ihnen sei wichtig gewesen zu wissen, dass das Geld auch dort ankomme, wo es gebraucht werde, sagte Christa Meinen.

Seit dem Erdbeben Ende April 2015 konnte die Hilfsorganisation viele Spenden in Varel, Oldenburg und Bremen sowie im Umland einwerben, um den Menschen dort zu helfen (die NWZ  berichtete). „In vielen Dörfern gibt es noch viel Arbeit für die verschiedensten Organisationen“, sagte Heiko Schnittger. Mittlerweile habe die Spendenbereitschaft etwas abgenommen. Umso mehr freue er sich über die Unterstützung.

Viel vorgenommen haben sich Heiko Schnittger und seine Mitstreiter. So beteiligen sie sich vom 30. August bis 2. September an der Projektwoche „Schulen in Asien und Afrika“ des Lothar-Meyer-Gymnasiums. Am 4. September ist um 18 Uhr ein Benefizkonzert mit dem Vareler Gospelchor in der katholischen Kirche in Varel geplant.

 

Pressebeitrag von NWZonline, 08.07.2016

http://www.nwzonline.de/friesland/bildung/mit-erfolg_a_31,0,2207514158.html

Nepal in Not: Rajesh Regmi berichtet über die KETAAKETI-Hilfe, 13.06.2016

Hilfe zur Selbsthilfe kann ganz einfach sein und braucht gleichzeitig ganz viel Unterstützung von uneigennützigen Menschen. Genau darum geht es beim Projekt Ketaaketi, das kürzlich im Gemeindehaus der Evangelischen Gemeinde Horn vorgestellt wurde.

Ketaaketi heißt auf nepalesisch „die Kinder“ und ist vor zehn Jahren von der Bremer Psychotherapeutin Anneli-Sofia Räcker gegründet worden, die damals mit dem festen Willen von einer Nepal-Bildungsreise zurückkehrte, die große Armut vor Ort nachhaltig zu bekämpfen und gleichzeitig den unbändigen Lernwillen und die Neugierde der Kinder zu befördern. Begeistert war sie von der Freundlichkeit und Gastfreundschaft auch der Ärmsten der Armen – und vom Einsatzwillen eines Mannes, der jetzt in Bremen zu Besuch war und selbst über die Erfahrungen vor Ort berichten konnte: Rajesh Regmi.

Der Diplom-Ökonom gehört als Brahmane der obersten Schicht in Nepal an, die in der Regel nichts mit der untersten Kaste der „Unberührbaren“, den Dalits, zu tun hat. Und doch hat er eine Gesellschaft gegründet, die die ärmsten Frauen und Kinder unterstützt: die SPOWC (Society for protection of women and children). Und er betreibt in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, eine kostenlose Schule für Kinder dieser Kaste. Denn er sagt, dass er das Elend nicht ertragen kann und Kindern und Müttern eine Chance auf Bildung und Arbeit und damit ein besseres und selbstbestimmtes Leben geben will – ein Schritt, der laut Anneli Räcker in einer derart vom Kastenwesen geprägten Gesellschaft ausgesprochen mutig ist. Und bitter notwendig, denn in diesem Land mit seinen 26 Millionen Einwohnern und mehr als 100 ethnischen Minderheiten gibt es etwa 35 Prozent Analphabeten unter den Männern und sogar 65 Prozent unter den Frauen.

Das Zusammentreffen von Räcker und Regmi kann als Glücksfall bezeichnet werden. Sie war auf der Suche nach einer Möglichkeit, den Menschen vor Ort auf Augenhöhe zu helfen, und er nach Unterstützung, die keine sinnlosen Vorschriften macht, wie er es schon oft von Hilfsorganisationen erlebt hat. Beide haben gemeinsam Ideen entwickelt, wie Kinder, die von klein auf entweder auf den Feldern oder als Babysitter für die jüngeren Geschwister mitarbeiten müssen und deshalb nicht zur Schule gehen, zumindest eine Schulbildung bis einschließlich der fünften Klasse erhalten können. Wesentlich für diese Kinder ist, dass sie kein Schulgeld bezahlen müssen und dass ihre Mütter unterstützt werden.

So entstand das System der Mikrofinanzierung, bei dem Mütter von Kindern, die zur Schule gehen, eine Starthilfe von 100 Euro erhalten, die dann zurückgezahlt werden, wenn die Frau auf eigenen Füßen steht, sei es mit einer Mini-Hühnerfarm, einem kleinen Gemüseladen oder durch ein Rad, mit dem Selbstgebackenes zu den Käufern gefahren werden kann. Mit dem zurückgezahlten Geld, das auch von regelrechten Erfolgsgeschichten zeugt, wird dann die nächste Frau unterstützt. Doch Ketaaketi und SPOWC beschränken sich nicht allein auf die Slums von Kathmandu: Rund 14 Prozent des Landes sind Himalaja-Gebiet, mit sechs Achttausendern und unvorstellbar unwegsam gelegenen Dörfern, zu denen man stundenlang zu Fuß unterwegs ist. Denn anders seien sie nicht zu erreichen, berichtet Rajesh Regmi anschaulich. Hier den Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen, ist eine riesige Herausforderung. Es funktioniert nur, indem einigermaßen zentral gelegene Schulen gebaut werden, die von allen Kindern in der Umgebung erreicht werden können. Die Mikrofinanzierungen werden dort über die Müttergemeinschaften abgewickelt, die in den abgelegenen Dörfern eine Institution sind: als Schutz gegen Mittellosigkeit und Gewalt durch frustrierte oder betrunkene Ehemänner. In diesen Gemeinschaften finden Schulungen statt. Auch wird dort beschlossen, wer das Geld bekommt.

Dadurch, dass das Ketaaketi-Projekt sich sowohl an Kinder als auch deren Mütter wendet und auf Basis einer wertschätzenden Kooperation mit großer Autonomie der vor Ort Handelnden arbeitet, sind Motivation und Erfolg sehr groß. Die Unterstützung aus Deutschland kommt von vielen Ehrenamtlichen, Sponsoren und auch von Studentenpraktikanten, die eine Zeit lang in den Schulen in Nepal mitarbeiten. Auch privat finanzierte Projektreisen ermöglichen es, sich vor Ort ein Bild davon zu verschaffen wie das Hilfsprojekt funktioniert. Und sicher sei, dass das Geld, das hier gesammelt wird, zu 100 Prozent in Nepal ankomme, verspricht Anneli-Sofia Räcker. Damit es weiter fließt, ist sie für jede Möglichkeit dankbar, das Projekt vorzustellen, so wie jetzt in der Horner Gemeinde.

Weitere Informationen unter: www.ketaaketi.de oder www.spowc.org.np

 

Quelle: Weserkurier, 13.06.2016

 

http://www.weser-kurier.de/bremen_artikel,-Nepal-in-Not-Rajesh-Regmi-berichtet-ueber-die-Ketaaketi-Hilfe-_arid,1395741.html

Eindrücke vom Dach der Welt, 30.05.2016

Nordenham. Ketaaketi ist das nepalesische Wort für Kinder und zugleich der Name einer deutschen Hilfsorganisation, die sich für die Bildung bedürftiger Kinder in dem Himalayastaat einsetzt. Aline Kallweit stellte die Arbeit von Ketaaketi jetzt Schülern der Oberschule 1 vor. Aline Kallweit hat früher selbst die Oberschule an der Pestalozzistraße besucht.

„Auf Ketaaketi bin ich durch eine Freundin aufmerksam geworden und war sofort begeistert, weil ich so etwas schon immer mitmachen wollte“, erzählt sie. So nutzte Aline Kallweit die Zeit zwischen Abitur und Studium, um sich vor Ort ein Bild von der Arbeit der Organisation zu machen.

In Nepal arbeitet Ketaaketi eng mit der dort ansässigen SPOWC (Society for Protection of Women and Children) zusammen. Deren Präsident Rajesh Regmi unterstützte die Nordenhamerin bei ihrem Vortrag in der Oberschule und gab einen Einblick in die schwierigen Verhältnisse besonders im ländlichen Nepal. „In der Hauptstadt Kathmandu ist die Infrastruktur noch ausreichend, aber auf dem Land gibt es fast nichts“, erklärte er. „Und wenn ein Kind dort zur Schule geht, dann fehlt seiner Familie dessen Arbeitskraft. Deshalb schicken Landbewohner nur selten ihre Kinder zur Schule. So gibt es auf dem Land kaum Schulen und auch keine offizielle Schulpflicht in Nepal.“

Kaum Schulen auf dem Land

Im Jahr 2005 gründete Rajesh Regmi SPOWC und sammelte Spenden, um Lehrer von staatlichen Schulen in Kathmandu auf Honorarbasis für Unterrichtsstunden auf dem Land zu engagieren. „Meist fand der Unterricht an einem jeweils gerade geeigneten Ort statt, denn richtige Schulgebäude gab es noch nicht“, erzählt Rajesh Regmi. Erst nach einiger Zeit konnte die erste Schule eigene Räumlichkeiten beziehen. „Das waren zwei Zimmer, in denen 36 Kinder unterrichtet werden konnten.“ Mit Hilfe eines Sozialfonds der Polizei und der Unterstützung von Hausfrauen konnten außerdem Schuluniformen beschafft werden.

Seit 2007 sammelt Ketaaketi, von Anneli-Sofia Räcker in Bremen gegründet, in Deutschland Spenden für Schulprojekte in Nepal. Dabei spielen auch indirekte Hilfen eine große Rolle. So vergeben SPOWC und Ketaaketi beispielsweise Mikrokredite an die Landbewohner. Mit deren Hilfe können diese etwa Arbeitsgeräte oder Vieh kaufen oder ein Geschäft aufbauen, um sich wirtschaftlich unabhängiger zu machen und so ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen.

Auch der Aufbau der Infrastruktur im ländlichen Bereich ist ein wichtiges Arbeitsfeld der beiden Hilfsorganisationen „Nach dem verheerenden Erdbeben im vergangenen Jahr mussten zum Beispiel viele zerstörte Wasserleitungen erneuert werden“, berichtet Rajesh Regmi.

Über die Erdbebenhilfe kam auch Aline Kallweit zu Ketaaketi und engagierte sich in einem Workcamp vor Ort. „Die Reise nach Nepal habe ich aus eigenen Mitteln und über Crowdfunding finanziert“, erläutert sie. „Gewohnt habe ich bei einer Gastfamilie auf dem Land.“ Ihre Eindrücke vom Dach der Welt zeigte die Nordenhamerin rund 150 Schülerinnen und Schülern der OBS 1 in einer Fotoserie zum Schluss des Vortrags.

„Bemerkenswert ist die Offenheit und Herzlichkeit der Nepalesen“, sagt sie. „Die Menschen begegnen einem mit großem Interesse, stellen viele Fragen und wollen so viel wie möglich über ihre Mitmenschen wissen.“ Dabei gibt es auch mal Situationen, in denen sich die Nähe der Menschen auch physisch bemerkbar macht. „Im Bus etwa steht man zum Teil so dicht an dicht gedrängt, dass sich die Nasen berühren“, erzählt Aline Kallweit. „Einmal war der Bus so voll, dass wir mit mehreren Leuten auf dessen Dach gesessen haben.“

Wie die Einheimischen ernährte sie sich hauptsächlich von Reis und Linsen. „Das ist schon interessant und schmeckte auch wirklich, aber nach zwei Wochen war es dann auch mal gut“, sagt sie schmunzelnd, und Rjesh Regmi pflichtet ihr bei. „Ich kann das verstehen. Ich musste jetzt in Deutschland zwei Wochen lang Brot essen. Das war ich auch nicht gewohnt.“

 

Quelle: http://www.kreiszeitung-wesermarsch.de/nordenham_artikel,-Eindruecke-vom-Dach-der-Welt-_arid,1718289.html 

30.05.2016 von Jens Schönig

Hilfe für Nepal - neue Herausforderungen durch Erdbeben, 03.01.2016

Der Weser-Kurier veröffentlichte am 03. Januar 2016 einen Artikel mit dem Titel `Hilfe für Nepal - neue Herausforderungen durch Erdbeben`, nachzulesen unter nachfolgendem Link:

 

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadtreport_artikel,-Ketaaketi-Hilfe-fuer-Nepal-_arid,1283615.html.03

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`Nepal und Sierra Leone`

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