KETAAKETI Gesellschaft zur Unterstützung der Grund-Schul-Bildung ärmster Kinder und deren Eltern in Nepal und weltweit e.V.
KETAAKETIGesellschaft zur Unterstützung der Grund-Schul-Bildung ärmster Kinder und deren Eltern in Nepal und weltweit e.V.

Handelsblockade Herbst 2015 - Frühjahr 2016

Schulkinder und deren Familien leiden unter den Folgen des Handelsboykotts (Stand Anfang Dezember 2015)

 

Rajesh Regmi (Projektleiter unserer Partnerorganisation SPOWC in Nepal) berichtet in seiner aktuellen E-Mail über die Situation der Menschen, Schulen und Schulkinder in Zeiten des Handelsboykotts für Benzin, Kochgas, Medizin und die meisten anderen Güter des täglichen Lebens.

 

Dear Anneli,

the ongoing crisis for petroleum products due to protests by Madhesi parties in the southern plains bordering India has forced Nepal to look for global suppliers to tide over the situation. Day by day the situation is going worst but some how the few vehicles are running and for gasoline its to difficult to get because our government is unable to control black market .

All the school, hotels and restaurant are using firewood for cooking , lots of people are waiting in a Que for kerosene and pr open gas.  Then they get 2 liter  only  waiting till 24 hours.

Load-shading problem is also still the same so,we can not use electric heaters for cooking.

According to the school leaders all our school of different districts: (Baglung, Butwal, Pame, Chitwan, Kavre,Dang) are also using firewood besides that everything is going OK but all the food cost was increased due to the blocked of India.

We talked with all the mothers of children's of every district , All the expenses is high so if we can help them by giving stationery,some warm clothes.

Regarding the medicines which you talked about, we can not provide the medicine directly to the children as we contacted with Dr. Mahesh for the medicine of Pediatric Hospital, As per Dr. he refer Emergency I/B medicine and Intravenous Antibiotic .

With lot of love and huge thank from our heart.

Rajesh

Seitdem in Nepal eine neue Regierung gewählt, mit der Kommunistin Bidhya Devi Bandari das erste weibliche Staatsoberhaupt eingesetzt, und die neue Verfassung veröffentlich wurde, werden die Unruhen im Land immer stärker. Bereits in den ersten Wochen nach der Regierungsbildung kamen bei Protesten im Süden Nepals über vierzig Menschen ums Leben. Hauptzentrum der Demonstrationen ist die Stadt Birgunj, die als wichtigster Güterumschlagsplatz an der Grenze zu Indien gilt. Hier werden bis zu 80 Prozent der importierten Güter umgesetzt. Besonders die Minderheiten der nepalesischen Bevölkerung wie die Madhesi, Chadhary und Tharus fühlen sich durch die neue Verfassung nicht ausreichend berücksichtigt und fordern mehr Mitspracherecht. Viele von ihnen leben auch in Indien und werden von dessen Regierung unterstützt. Seit zwei Monaten hat Indien eine Lieferblockade verschiedener Güter, besonders Treibstoffe, Lebensmittel und Medikamente nach Nepal errichtet. Am 27. November gingen tausende Schüler auf die Umgehungsstraße von Kathmandu und bildeten Menschenketten, um gegen die Blockade zu demonstrieren. Seit zwei Monaten fällt die Schule aus, Treibstoffe und Kochgas werden knapp, ebenso Lebensmittel und Medikamente. Die nepalesische Regierung hat unterdessen den Minderheitengruppen mehr politische Mitsprache zugesichert. Bis heute ist die Zahl der Toten durch die Proteste auf über 50 angestiegen.

Zur gleichen Zeit werden in Nepal die Gelder für die Erdbeben-Opfer auf Veruntreuung hin überprüft. Genaue Summen können laut Nepals Anti-Korruptions-Behörde CIAA nicht genannt werden. Viele Millionen Menschen warten immer noch auf die von der Regierung zugesicherte Nothilfe.

 

Text: Kirsten Simon, November 2015

Quellen:
Neue Züricher Zeitung
Märkische Onlinezeitung
FinanzNachrichten.de
n-tv
newsORF.at

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