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Sierra Leone Reise 2026
Batwa in Burundi
Batwa in Burundi
Untertitel
Versorgungssicherheit - statt Hunger
Wege aus der strukturellen Armut
Versorgungssicherheit
statt Hunger
Wege aus der
strukturellen Armut
Sierra Leone, Kadanso: “Schon früh am Morgen kündigt sich der heiße Tag an. Yembeh und Fatmata, die uns auf der kompletten Reise begleiten, haben uns hier im abgelegenen Kadanso einen Schlafplatz in einer Hütte organisiert. ...
Ralf kümmert sich, wie jeden Morgen, darum sein Filmequipment sorgfältig zu verstauen, damit es vor Staub und Dreck bestmöglich geschützt ist. ...
Ich gehe meine Notizen mit Fatmata durch, die gleich das nächste Interview führen wird.
... Einstieg: Szenenbeschreibung, die symbolisch für die Reise steht.
Seit 2019 arbeitet KETAAKETI eng mit der burundischen Partnerorganisation ARAME und seit 2022 ebenfalls mit UMUCO Foundation zusammen. Ziel dieser Zusammenarbeit ist unter anderem die Unterstützung der Batwa, die in Burundi und Nachbarländern mit vielen sozialen und wirtschaftlichen Benachteiligungen konfrontiert ist.
Seit 2019 arbeitet KETAAKETI eng mit der burundischen Partnerorganisation ARAME und seit 2022 ebenfalls mit UMUCO Foundation zusammen. Ziel dieser Zusammenarbeit ist unter anderem die Unterstützung der Batwa, die in Burundi und Nachbarländern mit vielen sozialen und wirtschaftlichen Benachteiligungen konfrontiert ist.
Die Männer
Ein Ausweg
Wünsche und Träume
Die KETAAKETI Startfinanzierungen
Ausblick
Ziele der Sierra Leone Reise
Wie schaffen es Frauen, die sich in einer absoluten finanziellen und geografischen Trostlosigkeit befinden, zu überleben? Und wie gelingt, es die Kinder zu versorgen?
Anneli-Sofia Räcker, Initiatorin von KETAAKETI und Ralf Kokemüller, Foto- und Videograf reisen im Frühjahr 2026 für 10 Tage nach Sierra Leone.
Die Ziele der Sierra Leone Reise waren, mehr zu lernen über die Resilienzfaktoren, die dazu beitragen, Überlebenskompetenz und Energie zu entwickeln, die es zum Überleben braucht, und diese aufrechtzuerhalten. Dazu gehören individuelle und soziale Faktoren, aber auch kulturelle und spirituell / religiöse Werte.
Was zunächst sehr abstrakt klingen mag, wurde anhand von zahlreichen Gesprächen, zum einem mit den Experten des Landes, den NGO-Leitern und ihrem Team, und zum anderen mit dutzenden Frauen in verschiedenen Dörfern in intensiven Interviews angesprochen.
Die Reise insgesamt sowie alle Gespräche wurden gefilmt, im Nachgang übersetzt und sollen später zu einem Dokumentarfilm zusammengeführt werden. Ralf Kokemüller betont, wie wichtig es ihm ist, dass der Film Nähe erzeugt, Würde zeigt und Raum lässt: Kein Informationsfilm, sondern Gesichter, Stimmen, Atmosphäre.
Sierra Leone
Sierra Leone gehört zu den ärmsten Staaten Westafrikas und zählt weltweit zu den am wenigsten entwickelten Ländern. Hohe Ernährungsunsicherheit, schwache Institutionen, mangelhafte Infrastruktur sowie Defizite in der Regierungsführung bremsen die Entwicklung. Zudem prägen die Folgen des Bürgerkriegs (1991–2002) das Land bis heute: Rund 50.000 Menschen kamen ums Leben, große Teile der Infrastruktur wurden zerstört.
Trotzdem gilt Sierra Leone als Beispiel für eine international unterstützte Konfliktbewältigung und den Wiederaufbau staatlicher Strukturen. Dennoch bleiben extreme Armut, soziale Not und wiederkehrende Hungerkrisen ernsthafte Risiken für Stabilität und Frieden.
Der Bürgerkrieg zählte zu den brutalsten Konflikten Afrikas: Zehntausende wurden getötet oder verletzt, Kinder als Kämpfer rekrutiert, und viele Frauen erlitten sexualisierte Gewalt. Ein Großteil der Bevölkerung war zeitweise auf der Flucht.
Weitere Rückschläge folgten mit der Ebola-Epidemie 2014/15 und der Corona-Pandemie ab 2020, die Wirtschaft und Gesellschaft zusätzlich belasteten. Auch globale Krisen verschärfen die Armutslage.
Im Index der menschlichen Entwicklung liegt das Land auf einem der letzten Plätze (185 von 193). Mehr als zwei Jahrzehnte nach Kriegsende sind die friedenssichernden Strukturen noch fragil. Gleichzeitig bleibt das Gesundheitssystem stark unterfinanziert und leidet unter Personalmangel sowie unzureichender Ausstattung.
Wer sind die Batwa?
Die Batwa oder Twa sind eine indigene Ethnie, die in Burundi und in anderen Teilen Zentralafrikas lebt. Ihre Lebensweise hat sich im Laufe der Jahre stark verändert:
Viele Batwa haben aufgrund von Landnutzungskonflikten und der Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume, der Wälder, ihre traditionellen Lebensweisen als Jäger und Sammler aufgegeben und sind in städtische Gebiete gezogen. Dies hat zu Herausforderungen in Bezug auf Identität, Kultur und wirtschaftliche Stabilität geführt.
In Burundi sind die Batwa eine von drei Bevölkerungsgruppen (Hutu, Tutsi und Batwa) und ihre Zahl wird auf 100.000 bis 200.000 Personen geschätzt.
Die Batwa sind oft mit sozialen und wirtschaftlichen Benachteiligungen konfrontiert. Sie kämpfen um Anerkennung und Rechte innerhalb der burundischen Gesellschaft und setzen sich für den Erhalt ihrer Kultur und Traditionen ein. In den letzten Jahren haben verschiedene Organisationen und Initiativen versucht, die Lebensbedingungen der Batwa zu verbessern und ihre Stimme in der Gesellschaft zu stärken.
Trotz der Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind, bewahren die Batwa viele ihrer kulturellen Praktiken, einschließlich ihrer Musik, Tänze und Handwerkskunst sowie ihr traditionelles Wissen und tiefes Verständnis für die Natur. Dieses ist nicht nur ein wichtiger Teil ihrer Identität und stärkt die Gemeinschaft, sondern bietet auch die Möglichkeit, ihr Wissen und Traditionen an zukünftige Generationen weiterzugeben.
Wer sind die Batwa?
Die Batwa oder Twa sind eine indigene Ethnie, die in Burundi und in anderen Teilen Zentralafrikas lebt. Ihre Lebensweise hat sich im Laufe der Jahre stark verändert:
Viele Batwa haben aufgrund von Landnutzungskonflikten und der Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume, der Wälder, ihre traditionellen Lebensweisen als Jäger und Sammler aufgegeben und sind in städtische Gebiete gezogen. Dies hat zu Herausforderungen in Bezug auf Identität, Kultur und wirtschaftliche Stabilität geführt.
In Burundi sind die Batwa eine von drei Bevölkerungsgruppen (Hutu, Tutsi und Batwa) und ihre Zahl wird auf 100.000 bis 200.000 Personen geschätzt.
Die Batwa sind oft mit sozialen und wirtschaftlichen Benachteiligungen konfrontiert. Sie kämpfen um Anerkennung und Rechte innerhalb der burundischen Gesellschaft und setzen sich für den Erhalt ihrer Kultur und Traditionen ein. In den letzten Jahren haben verschiedene Organisationen und Initiativen versucht, die Lebensbedingungen der Batwa zu verbessern und ihre Stimme in der Gesellschaft zu stärken.
Trotz der Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind, bewahren die Batwa viele ihrer kulturellen Praktiken, einschließlich ihrer Musik, Tänze und Handwerkskunst sowie ihr traditionelles Wissen und tiefes Verständnis für die Natur. Dieses ist nicht nur ein wichtiger Teil ihrer Identität und stärkt die Gemeinschaft, sondern bietet auch die Möglichkeit, ihr Wissen und Traditionen an zukünftige Generationen weiterzugeben.
Welche Benachteiligungen erfahren die Batwa
in Burundi?
Welche Benachteiligungen erfahren
die Batwa in Burundi?

Derzeit leben Batwa in Burundi in einer äußerst prekären Situation. Sie sind vielfach mit Diskriminierung, sozialer Ausgrenzung und wirtschaftlicher Benachteiligung konfrontiert. Viele leben in ländlichen Gebieten unter schlechten Bedingungen, ohne Zugang zu ausreichender Bildung, Gesundheitsversorgung oder finanziellen Mitteln. Sie kämpfen um Anerkennung und Rechte innerhalb der burundischen Gesellschaft und setzen sich für den Erhalt ihrer Kultur und Traditionen ein.
In welcher Weise werden die Batwa in Burundi konkret benachteiligt?
Landrechte: Viele Batwa haben keinen Zugang zu eigenem Land, da ihre traditionellen Lebensräume (Wälder) durch landwirtschaftliche Expansion und Abholzung verloren gegangen sind. Dies führt zu einem Verlust ihrer Lebensgrundlage und ihrer kulturellen Identität.
Soziale Ausgrenzung: Die Batwa sind oft sozial isoliert und werden in der burundischen Gesellschaft diskriminiert. Sie haben häufig Schwierigkeiten, Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und sozialen Programmen zu erhalten.
Wirtschaftliche Benachteiligung: Aufgrund der Marginalisierung haben viele Batwa sehr eingeschränkte wirtschaftliche Möglichkeiten und kaum Zugang zu Finanzdienstleistungen. Sie sind oft in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt oder leben in extremer Armut, was ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Ackerflächen sind knapp, die Bevölkerungsdichte sehr hoch. Hohe Pachtzahlungen für Reisanbauflächen, kein Zugang zu Technologie, klimatische Veränderungen und sehr hohe Kosten für Importprodukte sind enorme Herausforderungen, die besonders die wirtschaftlich schwächsten am stärksten treffen.
Kulturelle Unterdrückung: Die Batwa sehen sich oft unter Druck, ihre kulturellen Praktiken und Traditionen aufzugeben, um sich besser in die dominierende Gesellschaft zu integrieren. Dies führt zu einem schrittweisen Verlust ihrer kulturellen Identität.
Politische Marginalisierung: In politischen Entscheidungsprozessen sind die Batwa oft nicht vertreten. Ihre Stimmen und Anliegen werden häufig ignoriert, so dass es für sie schwierig bis unmöglich ist, Veränderungen herbeizuführen und ihre Rechte zu verteidigen.
Zugang zu Bildung: Viele Batwa-Kinder haben keinen Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung, was ihre Chancen auf eine bessere Zukunft erheblich einschränkt. Bildung ist ein entscheidender Faktor für soziale Mobilität, und der Mangel daran verstärkt die bestehenden Ungleichheiten.
Diese Benachteiligungen führen zu einem Teufelskreis von Armut und Marginalisierung, der es den Batwa erschwert, ihre Lebensbedingungen zu verbessern und ihre kulturelle Identität zu bewahren. Es gibt jedoch Initiativen von Organisationen, die darauf abzielen, die Lebenssituation der Batwa zu verbessern und ihre Rechte und Stimme in der Gesellschaft zu stärken. KETAAKETI versucht, mit der Startfinanzierung über seine Partnerorganisationen vor Ort, dazu beizutragen.
Wirtschaftliche Benachteiligung: Aufgrund der Marginalisierung haben viele Batwa sehr eingeschränkte wirtschaftliche Möglichkeiten und kaum Zugang zu Finanzdienstleistungen. Sie sind oft in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt oder leben in extremer Armut, was ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Ackerflächen sind knapp, die Bevölkerungsdichte sehr hoch. Hohe Pachtzahlungen für Reisanbauflächen, kein Zugang zu Technologie, klimatische Veränderungen und sehr hohe Kosten für Importprodukte sind enorme Herausforderungen, die besonders die wirtschaftlich schwächsten am stärksten treffen.
Kulturelle Unterdrückung: Die Batwa sehen sich oft unter Druck, ihre kulturellen Praktiken und Traditionen aufzugeben, um sich besser in die dominierende Gesellschaft zu integrieren. Dies führt zu einem schrittweisen Verlust ihrer kulturellen Identität.
Politische Marginalisierung: In politischen Entscheidungsprozessen sind die Batwa oft nicht vertreten. Ihre Stimmen und Anliegen werden häufig ignoriert, so dass es für sie schwierig bis unmöglich ist, Veränderungen herbeizuführen und ihre Rechte zu verteidigen.
Zugang zu Bildung: Viele Batwa-Kinder haben keinen Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung, was ihre Chancen auf eine bessere Zukunft erheblich einschränkt. Bildung ist ein entscheidender Faktor für soziale Mobilität, und der Mangel daran verstärkt die bestehenden Ungleichheiten.
Diese Benachteiligungen führen zu einem Teufelskreis von Armut und Marginalisierung, der es den Batwa erschwert, ihre Lebensbedingungen zu verbessern und ihre kulturelle Identität zu bewahren. Es gibt jedoch Initiativen von Organisationen, die darauf abzielen, die Lebenssituation der Batwa zu verbessern und ihre Rechte und Stimme in der Gesellschaft zu stärken. KETAAKETI versucht, mit der Startfinanzierung über seine Partnerorganisationen vor Ort, dazu beizutragen.
In dem westafrikanischen Land arbeiten zwei NGOs (Mindokatie Salone und SEN), mit denen KETAAKETI schon viele Jahre vertrauensvoll zusammenarbeitet. Hier gibt es sehr viel Erfahrung mit der Kooperation und dem Umsetzen des KETAAKETI Modells.
Für Anneli und Ralf war die Auswahl auch insofern wichtig, als dass sie davon ausgehen konnten, dass aufgrund der langjährigen Beziehung und Annelis vorheriger Reisen im Land, ihnen von den NGO-Leitern Dörfer gezeigt und Menschen vorgestellt werden, die es erlauben, wirklich die Fragen der Reise zu beantworten und auch filmisch zu zeigen.
Die Reise wurde auch genutzt, um Themen der vergangenen Zusammenarbeit zu klären und sich ausführlich über das KETAAKETI Model auszutauschen, offene Fragen zu klären und das Vertrauen für die Zusammenarbeit noch weiter zu stärken.

Burundi
Burundi liegt in Ostafrika und ist ein grünes, fruchtbares Land. Aufgrund einer langen Geschichte immer neu aufflammender Kämpfe zwischen lokalen Volksgruppen ist Burundi, trotz seiner Fruchtbarkeit, am Bruttoinlandprodukt gemessen das ärmste Land der Welt. Die sozioökonomische Lage, die hohe Analphabetenrate, geringe Ärztedichte und Lebenserwartung, Säuglingssterblichkeit usw., in all diesen Themenfeldern, zeigt Burundi die typischen Anzeichen größter wirtschaftlicher Armut.
Die Fläche Burundis entspricht in etwa der des Bundeslandes Brandenburg, die Einwohnerdichte ist aber durch das enorme Bevölkerungswachstum doppelt so hoch wie in Deutschland. Folge der Binnenlage Burundis sind hohe Transportkosten, sowohl für In- als auch für Exporte.
92% der erwerbstätigen Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft, die äußerst unproduktiv ist; demzufolge sind ... mehr lesen

Burundi
Burundi liegt in Ostafrika und ist ein grünes, fruchtbares Land. Aufgrund einer langen Geschichte immer neu aufflammender Kämpfe zwischen lokalen Volksgruppen ist Burundi, am Bruttoinlandprodukt gemessen, das ärmste Land der Welt. Die sozioökonomische Lage, die hohe Analphabetenrate, geringe Ärztedichte und Lebenserwartung, Säuglingssterblichkeit usw., in all diesen Themenfeldern, zeigt Burundi die typischen Anzeichen größter wirtschaftlicher Armut.
Die Fläche Burundis entspricht in etwa der des Bundeslandes Brandenburg, die Einwohnerdichte ist aber durch das enorme Bevölkerungswachstum doppelt so hoch wie in Deutschland. Folge der Binnenlage Burundis sind hohe Transportkosten, sowohl für In- als auch für Exporte.
92% der erwerbstätigen Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft, die äußerst unproduktiv ist; demzufolge sind ... mehr lesen
Den zehn Tagen Aufenthalt standen viele Wochen und Monate Vorbereitung gegenüber. Ziel des Films ist es, sehr beobachtend, sehr wertschätzend, die Frauen einzuladen, ihre Lebensrealität zu zeigen und den Zuschauenden einen Einblick in die schwere Realität der Lebensverhältnisse zu zeigen. Dabei kommen die Frauen zu Wort, in Interviews, die ausschließlich von Menschen aus Sierra Leone geführt wurden, und es kommen die Experten und Expertinnen zu Wort, die die Frauen und Familien als NGO-Leiter, Sozialarbeiter:innen, Hebamme und Schulleiterin begleiten.
Wie kann Hoffnung entstehen und ein Ausweg aus der Armut? Auch hierauf geben die Frauen und Expertinnen klare Antworten. Es konnten Gespräche mit Frauen geführt werden, die noch keine Startfinanzierung erhalten haben und auch solche mit dieser Erfahrung.
Alle Beteiligten dieser Reise betonten stets die Wichtigkeit des respektvollen und würdevollen Umgangs mit dem Gesagten und Gezeigten. Die Bereitschaft ins Gespräch zu gehen, sich für Film und Fotos abbilden zu lassen, ist nach dieser Erklärung groß.
“Anneli und Ralfs Leidenschaft und Engagement, diese Geschichten zu erzählen, waren inspirierend, und es ist offensichtlich, dass es ihnen sehr am Herzen liegt, die Widerstandsfähigkeit dieser Frauen zu zeigen. Was mich am meisten beeindruckt hat, war ihre Fähigkeit, auf persönlicher Ebene eine Verbindung zu den Frauen aufzubauen und sie dazu zu bringen, über ihre Kämpfe und Erfolge zu sprechen. Es war ein Privileg, diese Momente der Verbundenheit mitzuerleben, und ich glaube, das kommt in ihren Filmen wirklich zum Ausdruck.”
Yembeh
Kadanso
Wie arbeiten unsere Partner in Burundi mit den Batwa zusammen?
Wie arbeiten unsere Partner in Burundi
mit den Batwa zusammen?

Augustin in Leiter von ARAME in Burundi
Augustin Nibitebeka: „Die Batwa drücken den starken Wunsch nach Anerkennung ihrer Rechte aus, insbesondere im Hinblick auf Landbesitz und Zugang zu Ressourcen, sowie nach verbesserten sozialen und wirtschaftlichen Chancen. Sie betonen auch die Bedeutung des Erhalts ihrer Kultur und der Bildung für ihre Kinder.“
Donatienne ist Leiterin von UMUCO Foundation in Burundi
Donatienne Niyonizigiye: „Durch das zusätzliche Einkommen konnten viele Batwa-Eltern erstmals Schulgeld und Schulmaterial für ihre Kinder bezahlen. Der Zugang zu Bildung wird so nicht nur gesichert, sondern auch als wertvoller Bestandteil einer besseren Zukunft wahrgenommen.“

Augustin in Leiter von ARAME in Burundi
Augustin Nibitebeka: „Die Batwa drücken den starken Wunsch nach Anerkennung ihrer Rechte aus, insbesondere im Hinblick auf Landbesitz und Zugang zu Ressourcen, sowie nach verbesserten sozialen und wirtschaftlichen Chancen. Sie betonen auch die Bedeutung des Erhalts ihrer Kultur und der Bildung für ihre Kinder.“
Donatienne ist Leiterin von UMUCO Foundation in Burundi
Donatienne Niyonizigiye: „Durch das zusätzliche Einkommen konnten viele Batwa-Eltern erstmals Schulgeld und Schulmaterial für ihre Kinder bezahlen. Der Zugang zu Bildung wird so nicht nur gesichert, sondern auch als wertvoller Bestandteil einer besseren Zukunft wahrgenommen.“
Augustin Nibitebeka, NGO-Leiter von ARAME
Die Mission von Augustin Nibitebeka ist es, Frauen und Familien, insbesondere der Batwa-Gemeinschaft, dabei zu unterstützen, ihren Lebensstandard zu erhöhen, wirtschaftlich unabhängiger zu werden und damit auch zu einem nationalen Fortschritt in Burundi beizutragen. ARAME möchte einen Beitrag zu einer selbstbestimmten Entwicklung der Frauen leisten und gleichzeitig die Ernährungssicherheit der vulnerabelsten Menschen im Land nachhaltig verbessern.
Mittlerweile sind es 2.600 Familien, die über seine NGO Startfinanzierungen erhalten haben, davon 1.800 Batwa Frauen. Fokus sind Reisanbau und Tierhaltung und die damit verbundene verbesserte Ernährungssicherheit. Das liegt nahe in einem Land, in dem Hunger eine so große Rolle spielt. Durch den eigenen Anbau und Verkauf werden die Familien enorm entlastet und müssen nicht mehr die teuren Importprodukte kaufen.
Augustin Nibitebeka, NGO-Leiter von ARAME
Die Mission von Augustin Nibitebeka ist es, Frauen und Familien, insbesondere der Batwa-Gemeinschaft, dabei zu unterstützen, ihren Lebensstandard zu erhöhen, wirtschaftlich unabhängiger zu werden und damit auch zu einem nationalen Fortschritt in Burundi beizutragen. ARAME möchte einen Beitrag zu einer selbstbestimmten Entwicklung der Frauen leisten und gleichzeitig die Ernährungssicherheit der vulnerabelsten Menschen im Land nachhaltig verbessern.
Mittlerweile sind es 2.600 Familien, die über seine NGO Startfinanzierungen erhalten haben, davon 1.800 Batwa Frauen. Fokus sind Reisanbau und Tierhaltung und die damit verbundene verbesserte Ernährungssicherheit. Das liegt nahe in einem Land, in dem Hunger eine so große Rolle spielt. Durch den eigenen Anbau und Verkauf werden die Familien enorm entlastet und müssen nicht mehr die teuren Importprodukte kaufen.
Donatienne Niyonizigiye, NGO-Leiterin von UMUCO Foundation:
2022 gründete die Schwester von Augustin Nibitebeka, Donatienne Niyonizigiye, die Organisation UMUCO Foundation. Umuco bedeutet „Kultur“. Die Organisation UMUCO ermutigt Frauen, die eigene Identität nicht zu vergessen und gegenseitig zu unterstützen. Als Non-Profit-Organisation haben sie es sich zum Ziel gesetzt, durch KETAAKETI Startfinanzierungen Familien ökonomisch und sozial langfristig zu stabilisieren, sodass deren Kinder und Jugendliche Schulbildung erhalten können, um so aus dem Kreislauf der Armut zu entkommen. Bislang wurden durch UMUCO 390 Startfinanzierungen vergeben, davon 270 an Angehörige der Batwa-Gemeinschaft.
Frau Niyonizigiye wuchs mit ihrem Bruder Augustin und acht weiteren Kindern in Burundi auf. Sie lebt und arbeitet in Deutschland, aber ihr Team ist selbstverständlich vor Ort und in engem Kontakt mit den Projekt-Gemeinschaften.
Donatienne Niyonizigiye, NGO-Leiterin von UMUCO Foundation:
2022 gründete die Schwester von Augustin Nibitebeka, Donatienne Niyonizigiye, die Organisation UMUCO Foundation. Umuco bedeutet „Kultur“. Die Organisation UMUCO ermutigt Frauen, die eigene Identität nicht zu vergessen und gegenseitig zu unterstützen. Als Non-Profit-Organisation haben sie es sich zum Ziel gesetzt, durch KETAAKETI Startfinanzierungen Familien ökonomisch und sozial langfristig zu stabilisieren, sodass deren Kinder und Jugendliche Schulbildung erhalten können, um so aus dem Kreislauf der Armut zu entkommen. Bislang wurden durch UMUCO 390 Startfinanzierungen vergeben, davon 270 an Angehörige der Batwa-Gemeinschaft.
Frau Niyonizigiye wuchs mit ihrem Bruder Augustin und acht weiteren Kindern in Burundi auf. Sie lebt und arbeitet in Deutschland, aber ihr Team ist selbstverständlich vor Ort und in engem Kontakt mit den Projekt-Gemeinschaften.
Was bewirkt die KETAAKETI Startfinanzierung?
Was bewirkt die KETAAKETI Startfinanzierung?
Die Bergsiedlung Kadanso ist Heimat für etwa 10.000 Einwohner. Die Siedlungen sind schwer zugänglich und liegen weit von der nächsten Stadt entfernt, die nur über Pisten zu erreichen ist. Durch Staub in der Trockenzeit und Schlamm bei Regen geht es zu Fuß oder mit dem Motorrad in den nächsten Ort, falls dieses nicht im Schlamm steckenbleibt. Yembehs NGO engagiert sich hier schon einige Jahre. Er kennt die erdrückende Armut und die dunklen Stellen und kann Einblicke ermöglichen, wo sonst kaum jemand hinschaut.
Denn darum geht es auf dieser Reise und dem Filmprojekt: Antworten finden auf die Frage, wie die Frauen es schaffen, unter den Umständen allergrößter Armut und Entbehrung überleben zu können. Wie sehen diese Bedingungen aus?
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Durch die KETAAKETI Partnerorganisation ARAME haben bereits 2.600 Frauen in Burundi eine Startfinanzierung erhalten, 1.800 davon sind Batwa. UMUCO Foundation unterstützt bislang 390 Frauen und Familien mit Startfinanzierungen, davon 270 Angehörige der Batwa-Gemeinschaft.
Den Einfluss der KETAAKETI Startfinanzierung auf die Gemeinschaft beschreibt NGO-Leiter Augustin Nibitebeka folgendermaßen:
„Die Startfinanzierungen haben einen positiven Einfluss, denn sie erhöhen die Einkommen und verbessern so den Lebensstandard. Die Frauen werden stärker und finanziell unabhängiger. Dies hilft ihnen, der Armut zu entkommen, das Wohl der Familie zu verbessern und das wirtschaftliche Wachstum in der Gemeinschaft zu fördern.“

Was ist eine KETAAKETI Startfinanzierung - zinsfrei mit Weitergabe?
KETAAKETI Startfinanzierungen bewirken besserte Versorgungssicherheit für Familien und Stabilisierung des Schulbesuchs derer Kinder.
So funktioniert es:
Meist starten 10 Frauen in einer Gruppe mit je 100€ Startfinanzierung und setzen ihre Geschäftsidee um - eng begleitet von der lokalen KETAAKETI-Partnerorganisation.
Nach ca. 12 Monaten geben sie jeweils die 100€ weiter an eine nächste Frau in einer Gruppe, die widerum damit arbeitet und nach 12 Monaten das Geld weitergibt. So entstehen im Laufe der Jahre aus einer Gruppe eine Vielzahl von Gruppen, die miteinander vernetzt sind.
Dieses KETAAKETI Finanzkonzept ist ein seit vielen Jahren bewährtes Modell der Prävention gegen fortgesetzte wirtschaftliche Armut, Gewalt und Arbeitsmigration und bewirkt die Stärkung der Frauen, den Schulbesuch der Kinder sowie die Verbesserung der ökonomischen Situation der Familien – mit einem Selbstläufer-Effekt. Familien haben hierdurch höhere Chancen zu überleben und sich auch zukünftig nachhaltig selbst zu versorgen. Die Einnahmen der Start-finanzierung sind oft sofort verfügbar (insbesondere bei kleinen Shops und Marktständen) und wirken schnell großer finanzieller Not und Perspektivlosigkeit entgegen.
Durch die KETAAKETI Partnerorganisation ARAME haben bereits 2.600 Frauen in Burundi eine Startfinanzierung erhalten, 1.800 davon sind Batwa. UMUCO Foundation unterstützt bislang 390 Frauen und Familien mit Startfinanzierungen, davon 270 Angehörige der Batwa-Gemeinschaft.
Den Einfluss der KETAAKETI Startfinanzierung auf die Gemeinschaft beschreibt NGO-Leiter Augustin Nibitebeka folgendermaßen:
„Die Startfinanzierungen haben einen positiven Einfluss, denn sie erhöhen die Einkommen und verbessern so den Lebensstandard. Die Frauen werden stärker und finanziell unabhängiger. Dies hilft ihnen, der Armut zu entkommen, das Wohl der Familie zu verbessern und das wirtschaftliche Wachstum in der Gemeinschaft zu fördern.“

Was ist eine KETAAKETI Startfinanzierung - zinsfrei mit Weitergabe?
KETAAKETI Startfinanzierungen bewirken besserte Versorgungssicherheit für Familien und Stabilisierung des Schulbesuchs derer Kinder.
So funktioniert es:
Meist starten 10 Frauen in einer Gruppe mit je 100€ Startfinanzierung und setzen ihre Geschäftsidee um - eng begleitet von der lokalen KETAAKETI-Partnerorganisation.
Nach ca. 12 Monaten geben sie jeweils die 100€ weiter an eine nächste Frau in einer Gruppe, die widerum damit arbeitet und nach 12 Monaten das Geld weitergibt. So entstehen im Laufe der Jahre aus einer Gruppe eine Vielzahl von Gruppen, die miteinander vernetzt sind.
Dieses KETAAKETI Finanzkonzept ist ein seit vielen Jahren bewährtes Modell der Prävention gegen fortgesetzte wirtschaftliche Armut, Gewalt und Arbeitsmigration und bewirkt die Stärkung der Frauen, den Schulbesuch der Kinder sowie die Verbesserung der ökonomischen Situation der Familien – mit einem Selbstläufer-Effekt. Familien haben hierdurch höhere Chancen zu überleben und sich auch zukünftig nachhaltig selbst zu versorgen. Die Einnahmen der Start-finanzierung sind oft sofort verfügbar (insbesondere bei kleinen Shops und Marktständen) und wirken schnell großer finanzieller Not und Perspektivlosigkeit entgegen.
Was heißt es, wenn es nur eine einzige Krankenschwester gibt, die für 10.000 Menschen zuständig ist und über kaum Ausstattung verfügt - ohne Anästhetika für Notoperationen oder Medikamente zur Wundversorgung und Verletzungen? Warum gehen Menschen zu sogenannten Medizin-Frauen, die Heilmittel herstellen? Warum gibt es hier Beschneidungen von Mädchen?
Diese Fragen waren ständig präsent und verlangten auch den Reisenden viel ab. Eine Gemeinschaft, in der es keine hygienischen oder medizinischen Hilfen gibt, in der die Kinder vor Hunger nicht einschlafen können, kein ausreichendes Wasser vorhanden ist und Schwangere bis zum Tag der Geburt auf dem Feld unter schwersten Bedingungen arbeiten. Kaum jemand im Dorf hatte vor dem Engagement von Mindokatie Salone ein eigenes Einkommen.
Bis vor einiger Zeit mussten die Menschen den Berg hinuntersteigen und ihr Wasser mühsam hinauftragen. Während der Regenzeit ein nahezu unmögliches Unterfangen, da die Hänge steil und rutschig sind.
Seit Kurzem gibt es hier eine Pumpe und einen Wassertank, der die Menschen mit dem nötigsten Wasser versorgt – umgesetzt durch Yembehs NGO Mindokatie Salone.
In einigen Regionen, in denen ARAME aktiv ist, haben die Startfinanzierungen ganz konkret dazu beigetragen, dass sich die Ernährungssicherheit durch den Reisanbau verbessert hat. Allerdings betont Augustin, dass ARAME noch nicht überall aktiv ist und hohe Lebensmittelpreise und begrenzte Einkommensmöglichkeiten die Unabhängigkeit vieler Batwa Frauen weiterhin behindern.
Der verfügbare Reis ist größtenteils Importware, die zwar qualitativ hochwertig ist, aber leider auch sehr teuer. Der Eigenanbau von Reis ist langfristig vorteilhafter, trotz hoher Anfangskosten und erforderlicher Anstrengungen beim Anbau. Die Ernährungssicherheit kann so eher erreicht werden, die Menschen werden wirtschaftlich gestärkt und die Umweltauswirkungen sind geringer, berichtet Augustin.
In einigen Regionen, in denen ARAME aktiv ist, haben die Startfinanzierungen ganz konkret dazu beigetragen, dass sich die Ernährungssicherheit durch den Reisanbau verbessert hat. Allerdings betont Augustin, dass ARAME noch nicht überall aktiv ist und hohe Lebensmittelpreise und begrenzte Einkommensmöglichkeiten die Unabhängigkeit vieler Batwa Frauen weiterhin behindern.
Der verfügbare Reis ist größtenteils Importware, die zwar qualitativ hochwertig ist, aber leider auch sehr teuer. Der Eigenanbau von Reis ist langfristig vorteilhafter, trotz hoher Anfangskosten und erforderlicher Anstrengungen beim Anbau. Die Ernährungssicherheit kann so eher erreicht werden, die Menschen werden wirtschaftlich gestärkt und die Umweltauswirkungen sind geringer, berichtet Augustin.
Die Interviews / Der Film
Die Härten des Lebens auf respektvolle und wertschätzende Weise sichtbar machen – mit diesem Ziel, mit diesem Grundsatz, wurden die Gespräche geführt und Aufnahmen gemacht. Dies wurde seitens der Frauen und auch Männer mit großer Offenheit akzeptiert.
“Ich habe die Menschen als sehr freundlich und aufgeschlossen empfunden. Bis auf wenige Ausnahmen, waren sie damit einverstanden, gefilmt oder fotografiert zu werden. Viele haben sich auf dafür bedankt, dass wir diesen Film über sie machen und damit auch unser großes Interesse an ihrem Leben verdeutlichen.”
Ralf Kokemüller
UMUCO Foundation berichtet ebenfalls von positiven Entwicklungen, aber auch Herausforderungen. Insbesondere die hohen Kosten für landwirtschaftliche Güter stellen für viele eine Belastung dar und erschweren die nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Projekte.
Die Weitergabe der Startfinanzierung der einzelnen Gruppen erfolgt nach etwa einem Jahr. Die Gruppen sind miteinander vernetzt und unterstützen sich gegenseitig. Die gesamte Gemeinschaft profitiert so von den Erfolgen.
UMUCO Foundation berichtet ebenfalls von positiven Entwicklungen, aber auch Herausforderungen. Insbesondere die hohen Kosten für landwirtschaftliche Güter stellen für viele eine Belastung dar und erschweren die nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Projekte.
Die Weitergabe der Startfinanzierung der einzelnen Gruppen erfolgt nach etwa einem Jahr. Die Gruppen sind miteinander vernetzt und unterstützen sich gegenseitig. Die gesamte Gemeinschaft profitiert so von den Erfolgen.
Es gab verschiedene Formen von Interviews: Zum einen Gespräche mit den Experten und Experterinnen, also den NGO-Leitern, den Sozialarbeiter und -arbeiterinnen, einer Hebamme und einer Schulleiterin. Diese Gespräche konnten auf Englisch und direkt mit Anneli als Fragende geführt werden.
Die zahlreichen Gespräche mit den Frauen selbst wurden von Anneli und Ralf, gemeinsam mit dem sierra-leonischen Team sorgfältig vorbesprochen, dann aber komplett in die Hand von z.B. Fatmata oder Yembeh gelegt, die völlig autonom und frei die Gesprächsführung in der Landessprache übernommen haben. Nicht die Menschen aus Deutschland stellen hier die Fragen stellen. Es sollte eine Situation entstehen, in der die Gesprächspartner:innen aus ihrer Kultur heraus ins Erzählen kommen.
Diese Herangehensweise hat allen Beteiligten gut gefallen. Anneli berichtet, dass kaum eine der Frauen schüchtern im Gespräch waren, sondern sehr aufgeschlossen gegenüber dem Team der NGO als Vertrauenspersonen.
Dieses Vorgehen hatte allerdings eine komplizierte Übersetzungsarbeit zur Folge. Die Frauen sprachen Krio oder ihre Stammessprache. Die Übersetzung ins Englische musste dann im Nachgang erfolgen, damit die Gespräche im Film mit Untertiteln versehen werden können.
“Für mich waren die Interviews mit den weiblichen Begünstigten des Startfinanzprogramms in Sierra Leone sehr inspirierend. Diese Interviews sprechen Bände über die Meinung der Menschen zu dem Programm und darüber, wie es dazu beigetragen hat, ihr Leben zum Besseren zu verändern. Das Videointerview ist ihr eigener Ausdruck und ihre Botschaft.”
Usman Conteh
“Ich bin mit Anneli zusammen derjenige, der aus dem Leben der Menschen erzählen möchte. Die Kamera schafft dabei keine Distanz, ich empfinde sie eher als verbindend. Die allermeisten Szenen, ausgenommen der Interviews, habe ich gefilmt, als ich zu Fuß allein in den Dörfern unterwegs war, ... . Bevor ich den Aufnahmeknopf gedrückt habe, habe ich ja mit den Personen Kontakt aufgenommen, mich für das interessiert, was sie tun und dann um Erlaubnis gebeten (oft per Gesten), sie filmen zu dürfen. Die Kamera ist also meinem Interesse an den Menschen dort nachgelagert, kommt als Zweites. Ich bin davon überzeugt, dass es auch nur so rum richtig ist.”
Ralf Kokemüller
“Logistisch gesehen war es eine Herausforderung...
Die Straßen waren holprig, und wir mussten bei der Ausrüstung und der Stromversorgung kreativ sein. Aber das Team war großartig, und wir haben es geschafft, alles zum Laufen zu bringen. Die eigentliche Herausforderung bestand darin, das Filmen mit der tatsächlichen Präsenz im Moment in Einklang zu bringen. Manchmal befanden wir uns mitten in einem unglaublichen Interview und dachten gleichzeitig an die nächsten Aufnahmen an einem schwer erreichbaren Ort und machten uns Sorgen, ob wir die Aufnahmen rechtzeitig bekommen würden. Es ist ein schwieriger Balanceakt, aber ich finde, Anneli und Ralf haben das hervorragend gemeistert.”
Yembeh
Eine der Reismühlen, die ARAME betreibt.

Schweinezucht als Startfinanzierung bei
UMUCO Foundation
Eine der Reismühlen, die ARAME betreibt.

Schweinezucht als Startfinanzierung bei UMUCO Foundation
Der harte Alltag
Überall sichtbar: Die harte körperliche Arbeit der Frauen, den ganzen Tag. Auf dem Feld, mit dem Kind auf dem Rücken, ohne ausreichend, geschweige denn ausgewogenes Essen. Extreme Bedingen für das Leben und Überleben.
Es hängt der Topf über dem Feuer, die Frauen kochen gemeinsam. Ein wenig Gemüse, etwas Reis. Aber es ist eine Mahlzeit, die gekocht und gegessen werden kann – gemeinsam, berichtet Anneli. Auch große Streitigkeiten wurden miterlebt. Es ging um eine Wasserstelle, um die die Frauen richtig gekämpft haben.
Der gesamte Umgang miteinander sei absolut überlebensbezogen: hart, direkt, pragmatisch, berichtet Anneli.
ARAME betreibt Reismühlen, die den rohen Reis gegen eine sehr geringe Gebühr, verarbeiten. Das hat den Vorteil, dass der verarbeitete Reis zu einem höheren Preis auf dem Markt verkauft werden kann. Der Reis hat einen höheren Verarbeitungsgrad und trägt zum besseren wirtschaftlichen Erfolg des Reisanbaus bei.
ARAME betreibt Reismühlen, die den rohen Reis gegen eine sehr geringe Gebühr, verarbeiten. Das hat den Vorteil, dass der verarbeitete Reis zu einem höheren Preis auf dem Markt verkauft werden kann. Der Reis hat einen höheren Verarbeitungsgrad und trägt zum besseren wirtschaftlichen Erfolg des Reisanbaus bei.
Donatienne berichtet:
„Vielen der Batwa-Frauen hat die Startfinanzierung neue Perspektiven eröffnet. Sie konnten Reis und Bohnen anbauen oder begannen mit der Schweinezucht. Durch diese neuen Einkommensquellen waren sie in der Lage, ihre Familien zu ernähren, ihre Kinder zur Schule zu schicken und bei Krankheit medizinische Versorgung zu ermöglichen.“
Augustin übermittelt folgende Botschaft:
„Wir schätzen eure Unterstützung beim Reisanbau sehr. Das spielt eine entscheidende Rolle für unseren verbesserten Lebensstandard, die Ernährung unserer Kinder, den Schulbesuch und die Unterstützung unserer lokalen Wirtschaft. Danke für euren unermüdlichen Einsatz, um mehr Lebensmittel auf unsere Tische zu bringen und für eine Zukunft Burundis, in der wir nicht mehr hungern müssen.“
Donatienne berichtet:
„Vielen der Batwa-Frauen hat die Startfinanzierung neue Perspektiven eröffnet. Sie konnten Reis und Bohnen anbauen oder begannen mit der Schweinezucht. Durch diese neuen Einkommensquellen waren sie in der Lage, ihre Familien zu ernähren, ihre Kinder zur Schule zu schicken und bei Krankheit medizinische Versorgung zu ermöglichen.“
Augustin übermittelt folgende Botschaft:
„Wir schätzen eure Unterstützung beim Reisanbau sehr. Das spielt eine entscheidende Rolle für unseren verbesserten Lebensstandard, die Ernährung unserer Kinder, den Schulbesuch und die Unterstützung unserer lokalen Wirtschaft. Danke für euren unermüdlichen Einsatz, um mehr Lebensmittel auf unsere Tische zu bringen und für eine Zukunft Burundis, in der wir nicht mehr hungern müssen.“
Die Kinder: „Was mich besonders beeindruckt hat an den Frauen, war der maximale Blick auf die Kinder. Immer die Kinder und die Gemeinschaft. Das ist das, was sie am Leben hält. Es gibt einen groben Umgang mit den Kindern, denn alle haben einen groben Umgang miteinander. Die Härten des Lebens zeigen sich hier überall.“
Anneli-Sofia Räcker
Überleben: “Wenn du stundenlang eine stumpfe und harte Arbeit verrichten musst, unter den schweren Krügen, mit der Hacke in der Hand und weißt, daraus hast du für dein Leben keinen Gewinn, außer dein Überleben für einen Tag. Da erkennt man manchmal an dem Blick Dissoziation, um den Schmerz und die Erschöpfung weniger stark zu spüren.”
Anneli-Sofia Räcker (aus ihrer Erfahrung als Traumatherapeutin)
Die Gemeinschaft
Alle in der Gemeinschaft sind auf die gegenseitige Unterstützung angewiesen, ohne die ein Überleben nicht möglich ist. Das hat nicht Romantisches, sondern ist eine Notwendigkeit, der sich keine entziehen kann, berichtet Anneli. Es gilt vielerorts: Nur wenn Mädchen beschnitten sind, gehören Kind und Mutter zu der Gemeinschaft.
„Solange dies so ist, haben wir nicht das Recht, darüber zu urteilen. Sondern wir müssen uns Gedanken machen, wie wir dazu beitragen können, dass diese unzähligen jungen Frauen, die ihre Kinder opfern – die Beschneidung ist im Grunde ein Opfer an die kulturelle Zugehörigkeit, um sich dadurch die Unterstützung der Gemeinschaft zu erhalten – eine Alternative bekommen, sich zu ernähren oder von dort wegzugehen.“
Anneli-Sofia Räcker
Esther Conteh (Hebamme und Frau des NGO-Leiters von SEN, Usman Conteh) betont, dass das Einzige, was gegen diesen Missbrauch am Körper von Mädchen und Frauen hilft, Geld ist. Die Beschneidungen seien auch ein Machtinstrument.
Dieses wird aus größter Not heraus auch von den Frauen mitgetragen, da es dafür sorgt, dass sie in der Gemeinschaft überleben und diese sie mitversorgen wird.
Donatienne von der UMUCO Foundation bestätigt ebenfalls, dass die positiven Auswirkungen der Mikrofinanzierung in der Batwa-Gemeinschaft, insbesondere bei den Frauen, deutlich spürbar ist. Sie berichtet von der Übernahme von mehr Verantwortung in der Gemeinschaft, der Möglichkeit finanzielle Entscheidungen eigenständig zu treffen und dem aktiven Eingebundensein in die lokalen gesellschaftlichen Strukturen.
Donatienne von der UMUCO Foundation bestätigt ebenfalls, dass die positiven Auswirkungen der Mikrofinanzierung in der Batwa-Gemeinschaft, insbesondere bei den Frauen, deutlich spürbar ist. Sie berichtet von der Übernahme von mehr Verantwortung in der Gemeinschaft, der Möglichkeit finanzielle Entscheidungen eigenständig zu treffen und dem aktiven Eingebundensein in die lokalen gesellschaftlichen Strukturen.
Auswirkungen der Startfinanzierung auf die Schulbildung:

Augustin berichtet: „In unserer Gemeinschaft gehen die Batwa-Kinder zur Schule, während andere weiterhin Schwierigkeiten beim Schulbesuch haben. Die Hauptbarrieren sind Armut, mangelndes Wissen über einkommensgenerierende Aktivitäten und Diskriminierung. Obwohl Fortschritte erzielt wurden, brechen viele Batwa-Kinder immer noch die Schule ab, vor allem aufgrund finanzieller Nöte und der Notwendigkeit, zum Überleben der Familie beizutragen.“
Donatienne betont die wichtige Wirkung der Startfinanzierung auf die Bildungssituation:
„Durch das zusätzliche Einkommen konnten viele Batwa-Eltern erstmals Schulgeld und Schulmaterial für ihre Kinder bezahlen. Der Zugang zu Bildung wird so nicht nur gesichert, sondern auch als wertvoller Bestandteil einer besseren Zukunft wahrgenommen.“
Auswirkungen der Startfinanzierung auf die Schulbildung:

Augustin berichtet: „In unserer Gemeinschaft gehen die Batwa-Kinder zur Schule, während andere weiterhin Schwierigkeiten beim Schulbesuch haben. Die Hauptbarrieren sind Armut, mangelndes Wissen über einkommensgenerierende Aktivitäten und Diskriminierung. Obwohl Fortschritte erzielt wurden, brechen viele Batwa-Kinder immer noch die Schule ab, vor allem aufgrund finanzieller Nöte und der Notwendigkeit, zum Überleben der Familie beizutragen.“
Donatienne betont die wichtige Wirkung der Startfinanzierung auf die Bildungssituation:
„Durch das zusätzliche Einkommen konnten viele Batwa-Eltern erstmals Schulgeld und Schulmaterial für ihre Kinder bezahlen. Der Zugang zu Bildung wird so nicht nur gesichert, sondern auch als wertvoller Bestandteil einer besseren Zukunft wahrgenommen.“
Was sind die Wünsche und Visionen für die Zukunft?
Was sind die Wünsche und Visionen für die Zukunft?
Zum Hintergrund
Sierra Leone zählt zu den Ländern mit der höchsten Verbreitung weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) weltweit. Die Praxis ist tief in kulturellen Traditionen verankert und gilt vielerorts als gesellschaftliches Aufnahmeritual für Mädchen und junge Frauen. FGM stellt jedoch eine schwere Menschenrechtsverletzung dar und kann gravierende gesundheitliche Folgen wie Infektionen, Unfruchtbarkeit sowie Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt verursachen.
Trotz internationaler Abkommen und Zielsetzungen der UN und der Afrikanischen Union existiert in Sierra Leone bis heute kein nationales Gesetz, das FGM ausdrücklich verbietet oder unter Strafe stellt.
„Die Vision von ARAME ist eine Gesellschaft von selbstständigen Familien im ganzen Land. Gemeinschaften (Familien und Einzelpersonen), die ihre Hoffnung verloren hatten, wird geholfen einen Weg zu finden, aufzustehen und auf einen wirtschaftlichen Durchbruch zuzusteuern.“
Augustin Nibitebeka
„Die Vision von ARAME ist eine Gesellschaft von selbstständigen Familien im ganzen Land. Gemeinschaften (Familien und Einzelpersonen), die ihre Hoffnung verloren hatten, wird geholfen einen Weg zu finden, aufzustehen und auf einen wirtschaftlichen Durchbruch zuzusteuern.“
Augustin Nibitebeka









